Zweyter Anhang zum Geſetzbuche Napoleons.
§. 4⸗ Von der Ausfertigung der Urkunden und Titel des Siegel⸗Raths der Titel.
28. Die, welche Majorate, einfache Titel oder Penſio⸗ nen beſitzen, können eine zweyte Ausfertigung unſerer offe⸗ nen Briefe, der Inveſtitur⸗, Einſchreibungs⸗ und Beſtäti⸗ gungs⸗Briefe oder der Beſchlüſſe des Siegel⸗Rathes der Titel, die ſie betreffen, nachſuchen. Wenn ſie aber eine größere Anzahl von Ausfertigungen verlangen, ſo müſſen ſie ihr Ge— ſuch ſchriftlich vorbringen; bevor dieſem Geſuche willfahren wird, muß der General⸗Secretar des Siegel⸗Raths der Titel deßhalb die Befehle unſers Vetters des Prinzen, Erzkanzler des Reichs, einhohlen.
29. Keine zweyte oder fernere Ausfertigung darf auf Pergament ertheilt werden.
Die Ausfertigungskoſten ſind auf ſolgende Weiſe feſtge⸗ ſetzt, nehmlich
Für unſere offenen Briefe, welche die Ertheilung eines Titels mit der colorirten Zeichnung der Wappen enthalten,
Für die Herzoge, vier und zwanzig Francs;
Für die Grafen, achtzehn Francs;
Für die Baronen, zwoͤlf Francs;
Fuͤr die Ritter, ſechs Francs;
Für unſere offenen Briefe, worin Wappen gewiſſen Städten, Gemeinden oder Corporationen ertheilt werden, nach den für die Ausfertigung gedachter offenen Briefe feſtgeſetz⸗ ten Verhaͤltniſſen, nehmlich,
Für die Städte erſter Claſſe, wie fuͤr die Herzoge;
Für die Städte zweyter Claſſe, wie für die Grafen;
Für die Land⸗Gemeinden, wie für die Ritter;
Für die Corporationen, wie für die Baronen.
Für die Inveſtitur-Briefe und überhaupt fuͤr alle uͤbrigen Urkunden, drey Francs fuͤr jede Rolle der Urſchrift, die Koſten des Stempelpapiers nicht mitbegriffen, ſo wie dieſes den Actuarien unſerer Juſtitz⸗Höfe und Gerichte durch unſer Decret vom 2. Februar 1809 zugeſtanden iſt.
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