660 Zweyter Anhang zum Geſetzbuche Napoleons.
Einkünfte, welches ſie in die Caſſen des Siegels und der Ehrenlegion abliefern müſſen, dadurch, daß von den Ein⸗ kuͤnften ihrer Dotixung oder dem Betrage ihrer Penſion jähr⸗ lich ein Abzug geſchieht; dieſer Abzug muß der Summe der Annuitäten gleich ſeyn, zu deren Entrichtung ſie ſich hätten ſchriftlich verbinden müſſen. In der Urkunde, von welcher Beſchaffenheit ſie auch ſeyn mag, die den oben erwaͤhnten Impetranten ertheilt wird, ſoll dieſes Abziehen ausdrücklich befohlen werden⸗
17. Auf Betreiben unſers General⸗Procurators bey dem Siegel⸗Rathe der Titel ſoll obige Urkunde allen Pächtern und Zahlmeiſtern, die es angehen mag, inſinuirt werden, und gedachte Pächter und Zahlmeiſter ſind gehalten, den Betrag der er⸗ wähnten abgezogenen Summe mit den erſten fälligen Gel⸗ dern in die Hände des Bewahrungs⸗Agenten des Bezirks ab⸗ zuliefern, und dieß unter der Strafe, daß ſie ſonſt dazu ge⸗ zwungen werden, und ohne daß ſie irgend eine Einrede dage⸗ gen vorbringen dürfen.
18. Der Nachfolger eines Majorats⸗Beſitzers oder eines Penſionniſten, der binnen drey Monaten nach dem Tode des Majorats⸗Beſitzers oder Penſionniſten, in deſſen Rechte er treten will, ſich nicht an den Siegel⸗Rath der Titel gewen⸗ det hat, um ſeine Einſchreibungs⸗ oder Beſtaͤtigungs⸗Briefe zu erhalten, verliert die fälligen oder zu verfallenden Ein⸗ künfte, Renten und Frlichte von dem Tode des Majorats⸗ Beſitzers oder Penſionniſten anzurechnen, und iſt verbunden ſie zuruͤckzugeben, wenn er ſie bezogen hat.
19. Dieſe Einkünfte, Renten oder Früchte ſollen in die Caſſe des Siegels der Titel abgeliefert werden, um einen be⸗ ſondern Fonds zu bilden. Die Bezahlung derſelben wird vom Schatzmeiſter des Siegels der Titel gegen die Pächter oder Zahler gedachter Einkünfte, Renten oder Fruͤchte in der Form hetrieben, welche hier unten für die rückſtändigen Annuitäten angezeigt werden wird. 1


