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Napoleons I. Kaisers von Frankreich, Königs von Italien und Beschützers des Rheinbundes Civilgerichtsordnung des Französischen Reichs / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von Christian Daniel Erhard
Entstehung
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Von den Vorladungen 5

4. Die Inſinuatidn der Votlädung geſchleht durch den Gerichtsboten(Huiſſter) des Friedensgerichtes, in deſſen Bezirke der Beklägte wohnhaft ſt; und, Falls die⸗ ſet verhindert wäre, durch einen vom Richter hiezu ver⸗ ordneten Gerichtsboten.*) Eine Abſchrift der Ladung wird bey der Parthey zuruͤckgelaſſen; iſt aber an deren Wohnorte niemand zu finden; ſo wird die Abſchrift dem Maire der Gemeinde, oder beſſen Adjunct Jugeſtellt, der das Driginal unentgeltlich viſirt.

Der Gerichtsbote des Friedensgerichtes datrf weder fuͤr ſeine Verwandten in gerader Linie, noch für ſeine Bruͤder, Schweſtern oder V Verſchwägerten beſſelben Grades ein(Inſi nuations.) Inſtrument aufnehmen. 4 7

Iſt der vorgelabene Theil in einer Entfernung von drey Myriametetn(vom Drte wo das Gericht iſt) wohnhaft: ſo muß ihm zwiſchen dem Tage der Citation und dem zum Erſcheinen angefetzten Tage wenigſtens ein Tag frey gelaſſen werden.

Liegt ſein W gohnort weiter, als i in dieſer! Entfernung: ſo muß ihm auf jede Winſie ein F we ge⸗ laſſen werden.

Im Fall dieſe Frißen S6 Se pc ſind, und der Beklagte außenbleibt, befiehlt der Richter, daß derſelbe aufs neue vorgeladen werden ſolle, und die Ko⸗ ſten der erſten Vorladung fallen dem Flaͤger Jur Laſt.(2)

6. In dringenden Fällen ſielt der Fichter einen Schein**) aus, daß die Verkuͤrzung der Friſten Statt habe, ja er kann ſogar erlauben, daß in der Vorladung

3*5 Geſet v. 3h. a o 3255 Lit. I. art. 3. 108 Ebendaf.. 7 *N St Delepori⸗ F F Cedule

**) Delaporte a. a. O.