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Napoleons I. Kaisers von Frankreich, Königs von Italien und Beschützers des Rheinbundes Civilgerichtsordnung des Französischen Reichs / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von Christian Daniel Erhard
Entstehung
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XIV
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x1V Einleitung.

Die große Ausdehnung, welche(Art. 404.) den ſu mmariſch zu v erhandelnden Rechtsſachen gegeben iſt, perdient, als fraͤftiges Mittel zu Abkur⸗ zung der Proceſſe, Achtung und Nachahmung.

Ein wichtiger Vorſchritt zur Verhuͤtung weitlaͤuf⸗ tiger Proceſſe, und ein Mittel partheyiſche, unver⸗ ſtaͤndige oder ſportelſuͤchtige Gerichte zu umſchif⸗ fen, iſt die treffliche und muſterhafte Organiſation der ſchiedsrichterlichen Eroͤrterungen und Ent⸗ ſcheidungen.

Ein in Dentſchland voͤllig ſremdes Rechtsinſtitut iſt die bey jedem hohen oder niedern Gerichte ange⸗ ſteltte Staatsbehoͤrde(Ministere publichz nam⸗ lich bey den Appellationsgerichten der Generalpro⸗ curator, bey den Gerichten der erſten Inſtanz der kaiſerliche Anwald, deren jeder ſeinen Subſtitu⸗ ten fuͤr den Fall der Weſbi oder Behinde⸗ rung hat.

Da das richterliche N as ſelches Frebloß dem Geſetze unterworfen, und zur Bewahrung kei⸗ nes andern Intereſſe beſtellt iſt, als das der Staat an einer unpartheyiſchen, genauen unb ſchnellen Ge⸗ rechtigkeitspflege hat: ſo iſt bey jedem Ge⸗ richte ein beſonderer Anwald des Staats beſtellt, welcher theils in denjenigen Dingen, bey denen die öffentliche Ordnung, die Staatsgůter u. ſ. w. intereſ⸗ ſirt ſind, für das Jiteteſſs des Staats ſpricht, theiſs ſich derjenigen Anſtalten und Perſonen, die des beſondern Schutzes des Staats bedurfen, z. B. der Unmuͤndigen, Abweſenden, oͤffenclicher Inſtituke u. ſ. w. annimmt,