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Land-Recht für das Großherzogtum Baden, nebst Handelsgesetzen
Entstehung
Seite
30
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50 1. B. II. T. Beurkundungen des bürgerl. Stands.

bey dem Tags⸗Befehl des Kriegsheers oder der Heer⸗ ſchaar, wovon ſie einen Theil ausmachen, fuͤnf und zwanzig Tage vor Schließung der Ehe kund gemacht werden.

95. Gleich nachdem der Heyrathsſchein in das Buch eingetragen iſt, ſoll der Offizier, der das Buch zu fuͤhren hat, eine Ausfertigung davon dem Beamten des buͤrgerli⸗ chen Stands an den lezten Wohnort der Ehegatten zu ſenden.

96. Die TodtenScheine ſollen bey je der Heerſchaar von dem Quartier Meiſter, und was die Offiziere ohne Kriegsmannſchaft und die Angeſtellte betrifft, von dem MuſterungsAufſeher des Kriegsheers auf die Anzeige dreyer Zeugen gefertiget, und der Auszug aus dieſen Buͤchern in den naͤchſten zehn Tagen dem Beamten des buͤrgerlichen Stands an dem lezten Wohnort des Verſtor⸗ benen zugeſandt werden.

97. Iſt jemand in einem Feldſpital, oder in einem ſtehenden(fuͤr einen Ort bleibend beſtimmten) Kriegs⸗ Spital geſtorben, ſo ſoll der Todtenſchein von dem Vor⸗ ſteher der gedachten Spitaͤler gefertiget, und dem Quar⸗ tier-Meiſter der Heerſchaar, oder dem Muſterungs⸗Aufſe⸗ her bey dem Kriegsheer oder der Heerſchaar, wozu der Verſtorbene gehoͤrte, eingeſandt werden. Dieſen Offizie⸗ ren liegt es ob, eine Ausfertigung des Todten⸗Scheins an den Beamten des buͤrgerlichen Stands am lezten Wohnort des Verſtorbenen gelangen zu laſſen.

93. Der am Wohnort der Parteyen angeſtellte Beam⸗ te des buͤrgerlichen Stands, wenn ihm von dem Kriegs⸗