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Land-Recht für das Großherzogtum Baden, nebst Handelsgesetzen
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derten Kraft, nur daß die Art ihrer Anwendung in jenen buͤrgerlichen Beziehungen ſo geſchehen muß, wie es dieſe landrechtliche Geſezgebung geſtattet, und nicht zum Nachtheil einer beſtimmt und durch ſich al lein entſcheidenden Verfuͤgung derſelben in Anwen⸗ dung kommen kann, ſo wie auch jene in dieſem Land⸗ recht namentlich angezogenen aͤltern Landesgeſeze, als die Eheordnung und Eidesordnung, oder jene Parti⸗ kular⸗Geſeze, deren Verfuͤgung im Weſentlichen in das Landrecht uͤbertragen iſt, wie z. B. die Beyſtand⸗ ſchafts⸗ Loſungs und Vortheilrechts⸗Ordnung, fer⸗ nerhin, wo ſie nicht buchſtaͤblich geaͤndert ſind, in buͤr⸗ gerlicher Hinſicht, und noch mehr in Abſicht ihrer wei⸗ tern rechtspolizeylichen Fuͤrſorge bey Kraͤften bleiben, und als Erlaͤuterung des Gebrauchs der dißfallſig kuͤr⸗ zern, im Landrecht ausgedruͤckten, Saͤtze dienen.

Hieran geſchieht Unſer Wille. Gegeben Karlsruhe den 3. Februar 1809.

Carl Friderich. vdt. Gemmingen.

Auf Seiner koͤniglichen Hoheit beſondern hoͤchſten Befehl.

Bouginé.