XVII
gerichtet werden ſoll— diejenige Gemeinſchaftsart die ihnen gefaͤllt, waͤhlen und feſtſetzen koͤnnen, wohingegen
3.) nachmals und nach dem 1. Jenner 1812 alle, wenn gleich vor dem 1. Jenner 1810 geſchloſſene Ehen, die nicht durch Ehevertraͤge ihre Eheverhaͤlt⸗ niſſe entweder ſchon vorhin feſtgeſezt hatten, oder inzwiſchen ſie noch feſtſezen, lediglich bey Aufloͤſung ſolcher Ehen nach den neu eingefuͤhrten Regeln des Landrechts, mithin ſo werden beurtheilt und aus⸗ einander geſezt werden, wie es bey jenen geſche⸗ hen muß, welche nach dem 1. Jenner 1810 ohne Vertrag in die Ehe treten. Zum Behuf dieſer Anordnung
4.) Erklaͤren Wir anmit die Verfuͤgung des Sazes 1395 dieſes Landrechts, daß waͤhrend der Ehe keine Ehevertraͤge neu gemacht oder geaͤndert werden duͤr⸗ fen, inſoweit in Abſicht der Ehen, die in dem obgedachten Fall ſind, fuͤr nachgeſehen, als es zum Vollzug der im vorigen zweyten Abſaz gemeldeten Angabe der Regel oder Gemeinſchaftsart, wornach die Ehe behandelt werden ſoll, noͤthig iſt, ohne jedoch in andern Beziehungen dadurch Aenderung der vorhin eingegangenen Eheverträͤge damit zu erlauben.


