522 —“¹.,—. aber noch viel weniger um mich bekuͤmmerten, und raͤth mir bei Widerlegung einer Stelle, die gar nicht von mir iſt, ſogar an, erſt den Meidinger zu ſtu⸗ diren. Es iſt hier eines Theils nicht der Ort zu einer lite⸗
rariſchen Klopffechterei, andern Theils bin ich dazu
Keral nicht mehr aufgelegt. Herr Profeſſor Laſ⸗ ſaulx moge alſo mit folgender Erklaͤrung ein Mahl für alle Mahl zufrieden ſeen.
Ich bin weit davon entfernt, ein Theophilus
fuͤr das franzoͤſiſche Recht zu werden,„ ſondern uͤber⸗
laſſe gern Herrn Profeſſor Laſſauly dieſe Ehre, be⸗ ſonders wenn die Paraphraſe ſo ſchl lecht iſt. Dieſes Archiv iſt bloß zum Beſten meiner mit der franzoͤſiſchen
Verfaſſung und Geſetzgebung ganz unbekannten Lands⸗
leute angelegt worden, und es ſteht jedem frei, ſeine Anſi ichten darin niederzulegen. Ich ſollte denken,
man bekuͤmmere ſich gar ſehr um die franzoͤſiſchen Ju⸗ riſten: aber ſind denn ihre Meinungen Orakelſpruͤche? Daß ſchiefe Anſichten einer Legislation, um die man
ſich bisher in Deutſchland gar nicht kuͤmmerte, in die G
ſem Archibe mit unterlaufen, iſt um ſo natuͤrlicher, al
ſich deren in dem Kollegienhefte des franzoͤſiſchen s. mit der franzoͤſiſchen Geſetzzebung ſo genau be⸗ kannten*) Herrn Profeſſors zu Dutzenden finden.
Mir und allen Mitarbeitern des Archivs wird die Be⸗ richtigung irriger Meinungen gewiß ſehr willkommen ſein, wenn ſie auf eine humane und den Gelehrten an⸗ ſtändige Art geſchieht, und ich glaube darauf um ſo
*) Die genaue Bekanntſchaft hat ihren Grund in ei e mehr⸗ jaͤhrigen juriſtiſchen Praxis. In der franzoͤſiſchen Rechtsge⸗ ſchichte bekennt uͤbrigens der Herr Profeſſor, ſelbſt noch ſehr
4 unwiſſend zu ſein. Ich kannte einen ſehr unberuͤhmten Mann
auf einer berähmten deutſchen Univerſitaͤt, der ſich darum al⸗
kein fuͤr faͤbig hielt, ein Kollegtum uͤber die Pandeeten zu le⸗ Fe auen er ſeche Jahre bei einem Juſtiz⸗Commiſſar prakti⸗ it atte
1 ——


