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Anwendung des Code Napoléon im Auslande, in einem merkwuͤrdigen Rechtsfalle dar⸗ geſtellt.—.
Der Oberföͤrſter x. zu R. ,in einer ebemahls
preußiſchen, jetzt zum Koͤnigreiche Weſtphalen gehh⸗
rigen, Provinz, hatte im Jahre 1804 angeblich ſeine
Haushaͤlterinn beſchlafen, und mit ihr ein uneheliches
Kind maͤnnlichen Geſchlechts erzeugt.
Die Geſchwaͤchte wollte im Aprill des Jahres 1808 bei dem koͤniglich weſtphaͤliſchen Diſtricts⸗Tribunal zu N. gegen den Oberförſter X. auf Alimentation und
Abfindung klagen, und hatte auch bereits die Klage Abergeben, als bei der neuen Organiſation im Koͤnig⸗
reiche Weſtphalen der zu verklagende Oberfoͤrſter ſeine
Stelle einbuͤßte, aus Verdruß daruͤber ſofort ſeinen bisherigen Wohnort verließ, und ſich in ein Land be⸗
gab, das zwar weder von dem Code Napoléon, noch von andern franzoͤſiſchen Geſetzbuͤchern etwas weiß, worin uͤbrigens aber die Schwaͤngerungsklagen doch
nicht wenig beguͤnſtigt ſind.
Die Klaͤgerinn wandte ſich nunmehr mit ihrer Klage an die Stadtgerichte zu“°, als das gegenwaͤrtige fo- rum domicilii des Beklagten, und hier erfolgte das nachſtehende Erkenntniß:
Daß ꝛc. Die Sache ſel bſt betreffend, iſt Klaͤ⸗ gerinn mit ihrer Klage ab⸗ und zur Ruhe zu ver⸗ weiſen, und dem Beklagten geſammte durch ihre Anſtellung verurſachte Koſten zu erſtatten ſchul⸗ dig. V. R. W. Gruͤnde.
Denn nach der ausdruͤcklichen Vorſchrift des
Oode Napoléon finder den Fall der Ent fäb⸗


