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den, in welchen Faͤllen ſie Statt findet(Art. 443, 444), und wie ſie geſchieht(Art. 446, 440— 443), eben ſo in Hinſicht auf die Emancipation: in welchen Fallen und auf welche Art ſie erfolgt(Art. 472, 473) und welche beſondere Wirkungen ſie zur Folge hat (Art. 480— 487). Das zweite Hauptſtuͤck der ganzen Lehre von der Vormundſchaft umfaßt nach dem obigen die Cura⸗ tel, welche ſich ſofort in zwei Arten, in dingliche und
perſoͤnliche Curatel, zergliedern laͤßt. Die perſoͤn⸗
liche Curatel begreift hauptſaͤchlich die Interdiction und den gerichtlichen Beiſtand der Großjaͤhrigen, allen⸗ falls aber auch die Curatel eines buͤrgerlich⸗todten(Art. 25) und emancipirten Minderjaͤhrigen(Art. 480).— Bei der Interdiction muͤſſen folgende Fragen beant⸗ wortet werden: 1) wer kann auf die Interdiction an⸗ tragen(Art. 490, 491)2 2) Wie geſchieht die In⸗ terdiction(Art. 492— 501) 2 3) Welche Wirkun⸗ gen hat die geſchehene Interdiction, ſo wohl in allge⸗ meiner(Art. 502— 504), als in beſonderer Hin⸗ ſicht auf die Vormundſchaft des Interdicirten(Art. 505— 511)2 4) Wie kann die Interdiction wieder aufgehoben werden(Art. 512)? Von dem ge⸗ richtlichen Beiſtande des Großjaͤhrigen muß, nach Anleitung des dritten Kapitels, am Ende des erſten Buchs geredet werden. Die dingliche Curatel auf der andern Seite, welche im Geſetzbuche ſehr zerſtreut vorkommt, tritt ein: 1) wenn der Ehemann bei ſei⸗ nem Dode eine ſchwangere Frau hinterlaͤßt, denn in dieſem Falle findet eine ſo genannte Curatel der Leibes⸗ frucht— cura ventris— Statt(Art. 393); 2) wenn zu einer Erbſchaft ſich kein Erbe meldet— cura hereditatis vacantis—(Art. 811 fg.); 3) endlich die Curatel, welche auf den Antrag der Intereſſenten ernannt wird, wenn der Eigen⸗ Heft V. 31


