Teil eines Werkes 
Fünftes Stück (1809)
Entstehung
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che daraus entſpringen, und endlich die Aufloſung der⸗ ſelben. Was die Entſtehung betrifft, ſo muͤſſen dabei die Bedingungen der Moͤglichkeit und die der Wirklichkeit wohl von einander getrennt werden. Be⸗ dingungen der Moͤglichkeit ſind ſolche, ohne die eine Ehe uͤberhaupt nicht als moͤglich gedacht werden kann, und ſie ſind entweder abſolute oder relative Bedingun⸗ gen. Die abſoluten muͤſſen ſchlechterdings bei jeder Ehe eintreten, und es gehoͤrt dahin namentlich: Ein⸗ willigung, geſetzmaͤßiges Alter und monogamiſche Ver⸗ bindung(Art. 144 146); die relativen hingegen kommen bloß in gewiſſen Faͤllen, nicht bei jeder Ehe, zur Anwendung, und es iſt dahin vorzuͤglich die Bedin⸗ gung zu rechnen; daß keine zu nahe Verwandtſchaft exiſtire(Art. 163, 164), ſodann aber auch kein ſonſti⸗ ges Hinderniß im Wege ſtehe, insbeſondere 1) keine feh⸗ lende Mitwirkung der Aeltern oder des Familienraths, welche anders bei minderjaͤhrigen(Art, 160, 148 150, 156), anders bei großjaͤhrigen(Art. 151 153,

157), und anders endlich bei natuͤrlichen Kindern

(Art. 158, 159) beſtimmt werden muß; 2) keine ge⸗ machte Oppoſition gegen die Ehe(Art. 174, 175). Nicht genug aber, daß die Bedingungen der Moͤg⸗ lichkeit vorhanden, daß mit andern Worten eine Ehe zwiſchen beſtimmten Perſonen moͤglich iſt, muß ſie auch, wenn die Conſtitution der Ehe vollſtaͤndig vor⸗ handen ſein ſoll, unter denſelben wirklich werden. Die Bedingungen der Wirklichkeit ſind aber in unſerm

Geſetzbuche auf andere Weiſe beſtimmt, wenn die Ehe

im Inlande(Art. 165 169, vergl. Art. 63 76), und auf andere Weiſe, wenn ſie im Auslande, zwiſchen

Weſtphalen allein, oder zwiſchen Weſtphalen und

Fremden, eingegangen wird(Art. 170, 171). Die Wirkungen oder Rechte und Verbindlichkeiten der gehdrig entſtandenen Ehe, welche den zweiten Punct