124
1——
ſchriftemäfige Reclamation noch nicht, um die ihnen durch das Geſetz dargebotene oder vielmehr proviſoriſch ertheilte Eigenſchaft eines Franzoſen zu uͤberkommen oder vielmehr beizubehalten, ſon⸗ dern ſie muͤſſen ſich dabei zugleich verbindlich ma⸗ chen, ſich in Frankreich niederzulaſſen. Dieſe Be⸗
ſtimmung wurde dem Artikel, beſonders auf Tron⸗ chet s Vorſchlag, einverleibt, welcher dafuͤr
hiielt, daß ohne eine ſolche Garantie der Staat
offenbar Schaden leiden wuͤrde, indem das in Frankreich geborne Kind eines Fremden ſich ſonſt der ihm anheim gefallenen Erbſchaften bemaͤchti⸗ gen, und ſich damit ins Ausland begeben koͤnnte.
Warum uͤbrigens die beiden Faͤlle in dem Arti⸗
kel, wo es ſich naͤmlich ſchon in Frankreich auf⸗
haͤlt, und wo es ſich noch nicht dort aufhaͤlt, un⸗ terſchieden, und uͤber beide beſonders beſtimmt
worden; das erfaͤhrt man aus den Verhandlun⸗ gen uͤber den Artikel nicht weiter; die gemachte
Unterſcheidung liegt aber auch gewiſſermaßen
ſchon in der Natur der Sache. II. Die zweite Parthie des zehnten Artikels
ſetzt voraus, daß der im Auslande ſich befindende
Franzoſe die Eigenſchaft eines Franzoſen verlo⸗ ren hatte. Wie dies geſchehen kann, davon bei Art. 17. Hier ſoll das als Franzoſe in Grund⸗ lage der in der erſten Parthie dieſes Artikels ent⸗ haltenen Dispoſition geborne Kind die Eigen⸗
ſchaft eines Franzoſen wieder erlangen koͤnnen,
wenn es ſolche auf die im Art. 9 vorgeſchriebene Weiſe reclamirt.
Dieſe Vorſchrift gruͤndet ſich auf das Prin⸗ eip, daß das Kind an dem Zuſtande ſeines Va⸗ ters Theil nimmt, und wenn dieſer davon etwas einbußt, die Einbuße zugleich mit das Kind trifft.
1


