2 veyrier alle gemeine und gewößnliche Anzei⸗ gen, worauf ſonſt Schwaͤngerungsklagen begruͤndet wurden. Es iſt falſch, daß Tronchets Aeußerung bei Art. 762 blos von der mit Ehebruch oder Inceſt con⸗ eurrirenden Entfuͤhrung zu verſtehen ſei. Ich habe ſelbige oben in der Note abdrucken laſſen. Er ſagt ja ausdruͤcklich: es ließen ſich mehrere Faͤlle denken, in welchen man die Vorausſetzung, welche man bei der Entfuͤhrung angenommen,(naͤmlich daß der Beiſchlaf eirtlic geſchehen,) gleichfalls annehmen koͤnne. Er ſagt alſo nicht: wenn Entfuͤhrung mit Ehebruch und Inceſt concurrirt, ſo ſoll u. ſ. w.— Denn das verſtand ſich ſchon von ſelbſt.
Daß ich bei der Anwendung des Code Napoléon auf das Koͤnigreich Weſtphalen, und den bei dieſer Anwendung gemachten Unterſchied Zwiſchen Schwaͤn⸗ gerungen, welche vor dem erſten Januar d. J. und nach demſelben vorgefallen ſind, bei dem erſtern nicht an einen Contract zwiſchen Schwaͤngerer und Ge⸗ ſchwaͤngerter auf den Grund eines Hurenprivilegiums.. gedacht habe, liegt wohl in meiner Eroͤrterung klar zu Tage. Aber es iſt doch wohl nicht zu laͤugnen, daß
Rechte ſelbſt, die einmal begruͤndet waren, durch den Code Napolgon unangetaſtet bleiben. Darum habe ich auch ſorgfaͤltig zwiſchen dieſen Rechten ſelbſt und dem gerichtlichen Berfahran bei Ausfͤbruns derſelben unretſchieden
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