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reich, oder in einem Theile deſſelben, oder endlich nur
an einem Orte galten, und welche etwa mit unſerm ſogenannten allgemeinen und localen deurſchen Ge⸗
wohnheitsrechte verglichen werden koͤnnen.— Die Contumes generales gehoͤrten wieder zum droit commun, und bildeten mit dem, was durch die
Geſetzgebung als fuͤr ganz Frankreich verbindliche
MNorm feſtgeſetzt war, das eigentliche droit com-
mun, dem das roͤmiſche Recht als ſubſidiariſches droit commun zur Seite ſtand. Am beſten uͤberſieht man dieſen Rechtszuſtand aus folgenden Schriften: Mal- lebay de la Motte queſtions de droits de Jurisprudence et duſage de provinces du droit écrit. nouv edit rev. et augment. à Pa-
.„„.... ris 1782.— Analyſée raifonnée du droit fran-
qais fuivant lordre des loiæ civiles de Do- mat avec un teaxte de la coutume de Paris— projettée par Mr. Doulcet, executée par
Mr. Gin. Paris 1782.— Collection des de-
eiſtons nouvelles et des notions nelatives d la jurisprudence, donnée par Mr. Deniſart;— augmentée par Mr. Camus et Bayard.
IV Tom. Paris 1783— 1785.
Die alte franzoͤſiſche Jurisprudenz hatte mit unſerer
gemeinen deutſchen in ſo fern die groͤßte Aehnlichkeit, als die unſrige ein Gemiſch von fremden und einheimiſchen
Geſetzen und Gewohnheiten aus verſchiedenen Zeital⸗
tern iſt. Auch in Frankreich gab es, wie bei uns, ein gemeines und beſonderes Recht, von dem auch bei uns vorkommenden localen Recht ganz abgeſehen. Nur in
dem Material des Rechts, in der groͤßern Ausdehnung des particulaͤren Rechts, und darin ſteckte der Unter⸗ ſchied, daß bei uns das roͤmiſche Recht foͤrmlich in fubſidium recipirt war, und dort— in ſo fern von
ſeiner allgemeinen ſuͤbſidiariſchen Anwendbarkeit die . 8 1* 3


