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Gesetzbuch Napoleons : mit den Veränderungen, die durch das Gesetz vom 3. September 1807 gemacht worden sind / aus dem französischen officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurateurs bey dem Cassations-Hofe zu Paris
Entstehung
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28
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28 I. Buch. IV. Tit. Von den Abwefenden.

107. Die Annahme eines Amtes, das auf Lebenszeit ver⸗ liehen iſt, zieht bey dem Beamten die Verlegung ſeines Do⸗ micils an den Ort, wo er ſein Amt ausuͤben muß, unmittel⸗ bar nach ſich.

108. Eine verheirathete Frau hat kein anderes Domicil als jenes ihres Mannes. Der Minderjaͤhrige, der nicht eman⸗ cipirt iſt, hat ſein Domicil bey ſeinen Eltern oder dem Vormunde; und der Volljaͤhrige, dem die eigene Verwal⸗ tung ſeines Vermoͤgens benommen iſt, das ſeinige bey ſeinem Curator...

109. Volljaͤhrige, welche bey andern in Dienſten ſind, oder gewoͤhnlicher Weiſe arbeiten, haben mit der⸗ Perſon, welcher ſie dienen, oder bey der ſie arbeiten, einerley Domi⸗ cil, wenn ſie in demſelben Hauſe mit ihr wohnen.

110. Der Ort, wo ſich die Succeſſion eroͤffnet, wird durch das Domicil beſtimmt.

III. Wird von den Betheiligten oder auch von einem aus ihnen in einem Acte, zur Vollziehung desſelben, ein Domicil an einem Orte erwaͤhlt, wo ihr wirkliches Domicil nicht iſt, ſo ſollen die Inſinuationen, die Klagen und das weitere Verfahren, das ſich auf dieſen Act bezieht, an dem vereinbarten Wohnſitze und vor dem Richter dieſes Domicils Statt haben.

. Vierter Titel. Von den Abweſenden. (Geſetz vom 24. Ventos 11. J. promulgirt den 4. Germinal.) Erſtes Capitel. Von der Vermuthung der Abweſenheit.

112. Wenn die Nothwendigkeit eintritt, fuͤr die Verwal⸗ tung aller oder einiger Guͤter zu ſorgen, die jemand zuruͤck⸗ gelaſſen hat, von dem man vermuthet, daß er abweſend