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Gesetzbuch Napoleons : mit den Veränderungen, die durch das Gesetz vom 3. September 1807 gemacht worden sind / aus dem französischen officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurateurs bey dem Cassations-Hofe zu Paris
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1 Buch. II. Tit. Von den Acten des Civil⸗Standes. 19

ſummariſchen Anzeige bemerken. Am Rande, wo dieſe Op⸗ poſitionen eingetragen ſind, muß er ebenfalls der Urtheile oder der Acte, wodurch ſie aufgehoben worden, wenn ihm eine Ausfertigung davon zugeſtellt worden iſt, erwaͤhnen.

68. Im Falle einer Oppoſition darf der Beamte des Ci⸗ vil⸗Standes, ehe ihm die Aufhebung derſelben eingehaͤndiget worden iſt, nicht zum Heiraths⸗Acte ſchreiten, bey Strafe von dreyhundert Franes, nebſt dem Erſatze aller hiedurch verurſachten Schaͤden und des entbehrten Gewinns(dom- mages-intéreèts.)

69. Sind keine Oppoſitionen eingelegt worden, ſo ſoll auch hievon in dem Heiraths⸗Acte Erwaͤhnung gethan wer⸗ den, und wenn die Aufgebothe der Ehe in mehrern Ge⸗ meinden geſchehen ſind, ſo ſollen die Betheiligten von dem Beamten des Civil⸗Standes einer jeden Gemeinde ein Zeug⸗ niß beybringen, wodurch ſie erweiſen, daß keine Oppoſition eingelegt worden iſt.

70. Der Beamte des Cioil⸗Standes ſoll ſich den Ge⸗ burtsſchein von jedem der kuͤnftigen Ehegatten vorzeigen laſ⸗ ſen. Der Ehegatte, dem es etwa unmoͤglich ſeyn moͤchte, ſich ihn zu verſchaffen, kann ihn dadurch erſetzen, daß er ei⸗ nen Notorietaͤts⸗Act(Act uͤber die Kundbarkeit, acte de no- toriété) von dem Friedensrichter ſeines Geburts⸗ oder ortes beybringt.

71. Der Notorietaͤts⸗Act muß eine von ſieben Zeugen, gleichviel ob ſie maͤnnlichen oder weiblichen Geſchlechts, ver⸗ wandt oder nicht verwandt ſind, geſchehene Erklaͤrung uͤber die Vornahmen, den Geſchlechts⸗Nahmen, das Gewerbe und den Wohnort des kuͤnftigen Ehegatten, und ſeiner Eltern, wenn ſie bekannt ſind, ſodann den Ort und ſo viel moͤglich, den Zeitpunet ſeiner Geburt, und die Urſachen enthalten, die es verhindern, den Act ſelbſt daruͤber beyzubringen. Die Zeugen muͤſſen den Att uͤber die Kundbarkeit mit dem Friedensrichter unterzeichnen, und gibt es welche unter ihnen, die nicht unterzeichnen koͤnnen oder im Schreiben unerfahren ſiud, ſo muß auch dieſes angemerkt werden.

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