212 I. Buch. II. Tit. Von den Acten des Civil⸗Standes.
32. In keinem Falle ſetzt die Verjaͤhrung der Strafe den Verurtheilten fuͤr die Zukunft in ſeine Civil⸗Rechte wieder ein,
33. Die Guͤter, welche der Verurtheilte erworben hat, ſeitdem er den buͤrgerlichen Tod ſich zugezogen, und in deren Beſitze er am Tage ſeines natuͤrlichen Todes iſt, fallen der Nation kraft ihres Rechts auf erbloſe Guͤter anheim.
Die Regierung kann deſſen ungeachtet, zum Vortheil der Wittwe, der Kinder oder der Verwandten des Verurtheilten hieruͤber ſolche Verfuͤgungen treffen, die ihr die Menſchlich⸗ keit einfloͤſen wird.
Zweyter Titel. Von den Acten des Civil⸗Standes.
(Geſetz vom 20. Ventos 11. J. promulgirt den z. Germinal.)
Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen.
34. Die Acte des Civil⸗Standes muͤſſen das Jahr, den Tag und die Stunde, wo ſie aufgenommen werden, die Vornahmen, die Geſchlechts⸗Nahmen, das Alter, das Ge⸗ werbe und den Wohnort aller derjenigen ausdruͤcken, die da⸗ rin genannt werden.
35. Die Beamten des Civil⸗Standes duͤrfen den Acten, die ſie aufnehmen, ſey es durch Anmerkungen oder auf ir⸗ gend eine andere Art des Ausdrucks nichts einruͤcken, als was von den Erſcheinenden erklaͤrt werden muß.
36. In den Faͤllen, worin die Betheiligten nicht verbun— den ſind, in Perſon zu erſcheinen, duͤrfen ſie ſich durch ei— nen andern, der mit einer Special-Vollmacht in authentiſcher Form verſehen iſt, vertreten laſſen.
37. Nur Mannsperſonen, die wenigſtens ein und zwan⸗ zig Jahre alt ſind, Verwandte oder nicht, duͤrſen bey den Acten des Civil-Standes als Zeugen vorgefuͤhrt werden; ſie werden von den Betheiligten ſelbſt gewaͤhlt.


