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Gesetzbuch Napoleons : mit den Veränderungen, die durch das Gesetz vom 3. September 1807 gemacht worden sind / aus dem französischen officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurateurs bey dem Cassations-Hofe zu Paris
Entstehung
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I. Buch. I. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte.

ihm auferlegt ſind, und nur um ſolche Rechte auszuuͤben, die ihm nach dieſem Zeitpuncte zu ſeinem Vortheile anfallen.

21. Ein Franzoſe, der, ohne Erlaubniß der Regierung, Kriegsdienſte im Auslande nimmt, oder einer fremden Mili⸗ tair⸗Corporation ſich einverleiben laͤßt, verliert die rechtliche Eigenſchaft eines Franzoſen.

Er kann nur mit Erlaubniß der Regierung nach Frank⸗ reich zuruͤckkehren, und die rechtliche Eigenſchaft eines Fran⸗ zoſen nur dann wieder erhalten, wenn er die Bedingungen er fuͤllt, die dem Fremden auferlegt ſind, um Staats-Buͤrger zu werden; alles mit Vorbehalt der Strafen, welche das Criminal⸗Geſetz wider die Franzoſen verhaͤngt, die wider ihr Vaterland die Waffen getragen haben, oder ſie in der Folge tragen werden.

Sweyter Abſchnit t.

Von dem Verluſte der Civil⸗Rechte, als Folge gerichtlicher Verurtheilungen.

22. Die Verurtheilungen zu ſolchen Strafen, deren Wir kung darin beſteht, daß ſie den Verurtheilten von aller Theilnahme an den Civil⸗Rechten ausſchließen, welche hier unten benannt ſind, ziehen den buͤrgerlichen Tod nach ſich.

23. Die Verurtheilung zum natuͤrlichen Tode zieht den buͤrgerlichen nach ſich.

24. Die uͤbrigen lebenslaͤnglichen Leibesſtraſen ziehen den buͤrgerlichen Tod nur in ſo ferne nach ſich, als das Geſetz dieſe Wirkung damit verbindet.

25. Durch den buͤrgerlichen Tod verliert der Verurtheilte das Eigenthum an allen Guͤtern, die er beſaß. Die Suc⸗ ceſſion in ſeinem Vermoͤgen wird den Erben eroͤffnet, und ſeine Guͤter verſallen auf ſie eben ſo, als waͤre er natuͤrlich und ohne Teſtament geſtorben.

Er kann fernerhin weder ſelbſt erben, noch das Vermd

gen, das er in der Folge erworben hat, durch Erbrecht auf andere bringen.