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Code Napoléon : mit Zusäzen und Handelsgesezen als Land-Recht für das Großherzogthum Baden
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22 1. B. H,. T. Beurkundungen des bürgerl. Stands.

zeigen laſſen. Derjenige aus ihnen, dem es etwa unmög⸗ lich ſeyn moͤchte, ſich ihn zu verſchaffen, kann ſtatt deſſen einen Kundbarkeits⸗Schein von der ordentlichen Obrigkeit ſeines Geburts⸗ oder Wohnorts beybringen. 2

71. Der Kundbarkeits⸗Schein muß enthalten eine Erklaͤrung von ſieben Zeugen, maͤnnlichen oder weiblichen Geſchlechts, verwandt oder nicht verwandt, uͤber die Vor⸗ namen, den Geſchlechts⸗Namen, das Gewerbe und den Wohnort des kuͤnftigen Ehegatten(auch ſeiner Eltern, wenn ſie bekannt ſind), ſodann uͤber den Ort und ſo viel moͤlich, die Zeit ſeiner Geburt, und uͤber die Urſachen, die es verhindern, den Geburtsſchein ſelbſt beyzubringen.

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Die Zeugen muͤſſen den Schein uͤber die Kundbarkeit mit

der Orts⸗Obrigkeit unterzeichnen, und waͤren einige unter ihnen des Schreibens unerfahren, oder zu unterzeichnen auſſer Stand, ſo muß auch dieſes angemerkt werden.

72. Der Kundbarkeits⸗Schein muß dem Bezirks⸗Be⸗ amten des Orts, wo die Heirath vor ſich gehen ſoll, vor⸗ gelegt werden. Nach Vernehmung des Kron⸗Anwalds gibt oder verſagt er hierauf ſeine Beſtaͤtigung, je nachdem er die Ausſagen der Zeugen und die Gruͤnde, wegen welcher man den Geburts⸗Schein nicht beibringen kann, zureichend fin⸗ det oder nicht.

75. Der oͤffentliche Schein, welcher die Einwilligung der, der Trauung nicht anwohnenden Eltern oder Gros⸗El⸗ tern oder bey Abgang derſelben, die Einwilligung der Fa⸗ milie enthaͤlt, muß Vornamen, Geſchlechtsnamen, Gewer⸗ be und Wohnort des kaͤnftigen Ehegatten, und aller derjeni⸗

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