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I. B. I. T. Genuß u. Verluſt d. büdgerl. Rechte. 13
losgeſprochen, oder nur zu einer Strafe verurtheilt wird, die den buͤrgerlichen Tod nicht nach ſich zieht; ſo tritt er fuͤr die Zukunft und von dem Tag an, da er wieder bey Gericht erſchienen iſt, in den vollen Genuß ſeiner buͤrger⸗ lichen Rechte wieder ein; aber das erſte Urtheil behaͤlt fuͤr das Vergangene alle Wirkungen, welche in der Zwiſchenzeit vom Ablauf der fuͤnf Jahre an bis zum Tag ſeiner Er⸗
ſcheinung vor Gericht als Folgen des buͤrgerlichen Todes
eingetreten ſind.
31. Stirbt der abweſend Verurtheilte in der Gnaden⸗ Friſt von fuͤnf Jahren, ohne ſich geſtellt zu haben, auch ohne ergriffen und verhaftet worden zu ſeyn; ſo wird er als Einer, der im unverlezten Rechtszuſtand geſtorben iſt, behandelt. Das Urtheil uͤber das ungehorſame Ausbleiben verliert alle Rechtswirkung. Der Anſprache des beſchaͤdig⸗ ten Theils geſchieht gleichwohl dadurch kein Abbruch; ſie kann aber wider die Erben des Verurtheilten nur im buͤrger⸗
lichen Rechtsweg erhoben werden.
32. In keinem Fall ſezt die bloße Verjaͤhrung der Strafe den Verurtheilten in ſeine buͤrgerlichen Rechte fuͤr die Zukunft wieder ein.
33. Die Guͤter, welche ein buͤrgerlich Todter erwirbt, und in deren Beſiz er am Tag ſeines natuͤrlichen Todes iſt, fallen dem Staat kraft des Rechts auf Erblos⸗Gut anheim.
Dem Staats⸗Oberhaupt ſteht frey, zum Vortheil
der Wittwe, der Kinder, oder der Verwandten des Verur⸗
theilten hieruͤber jene Verfuͤgungen zu treffen, die ihm die Menſchlichkeit einfloͤßen wird.


