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wäre von nichts unterrichtet, und immer noch, trotz ihres nie⸗ drigen Benehmens, von einer tiefen Zuneigung für ihn erfüllt, lief ſie herbei.
„„Zinnka,““ ſagte Tunſo, ihre Hand drückend,„„Du haſt mich verrathen. Ich verzeihe Dir. Sei glücklich.““
„Ganz in Thränen zerfließend, warf ſich Zinnka vor ihm auf die Kniee und bat ihn mit gefalteten Händen für ihr Verbrechen um Verzeihung.
„„Ich grolle Dir nicht,““ ſprach der Sterbende.„„In⸗ dem Du mich dahin gebracht haſt, wo ich bin, thatſt Du nur Deinen Brüdern Unrecht. Möchten ſie Dir vergeben, wie ich Dir vergebe.““
„Ex erhob ſich, während er dieſe Worte ſprach, drückte ſie fanft an ſein Herz, machte das Zeichen des Kreuzes und verſchied.
„Sein Körper wurde auf einer Schleife ausgeſtellt, und das Volk drängte ſich hinzu, um ihn zu ſehen. Ein Bauer, kühner als die Andern, entblößte ehrfurchtsvoll ſein Haupt vor ihm, legte eine Münze zu ſeinen Füßen nieder, und ant⸗ wortete denjenigen, welche ihn fragten, was dies zu bedeuten habe:
„„Das geſchieht, um eine Meſſe für ihn leſen zu laſſen.““
„„Ihr liebtet ihn alſo ſehr?““ ſagte eine Perſon.
„„Konnte es anders ſein?““ erwiederte der Landmann. „„Nachdem ich einen Ochſen und bald darauf ein Pferd, meine einzigen Einkommensquellen, verloren hatte, blieb mir nichts mehr, um meine Frau und meine Kinder zu ernähren; ich beſaß keinen Para. Tunſo erfuhr es, kam zu mir, ſchenkte


