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Band 4 (1847) Band 4
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mit der größten Leutſeligkeit bei den Männern. Lachend legte er ſich den pomphaften Titel: Generaleinnehmer der indirecten Steuern der Walachei, bei, und wenn ein Bojare in ſeine Hände fiel, ſo ſagte er, demüthig ſich ver⸗ beugend:

Gnädiger Herr, ich bin der Ausſpender der Armen. Ein gutes Werk iſt nie verloren.

Hiebei hielt er ihm eine große Börſe vor, und man mußte ſich fügen. Es war ſo leicht, auf dieſe Art unwill⸗ kührlich großmüthig zu ſein.

Tunſo nahm eine Gabe nur, wenn er ſie dem Ver⸗ mögen ſeines Steuerpflichtigen angemeſſen glaubte. Wiederholte er ſein Begehren, ſo wäre es unklug geweſen, ſich zu wei⸗ gern. Er faltete die Stirne, zog die Lippen zuſammen und biß auf ſeinen braunen, langen Schnurrbart, was nichts Gutes für den Widerſpänſtigen weisſagte.

Traf er dagegen einen Unglücklichen, ſo näherte er ſich ihm, öffnete ſeine Almoſenbörſe und ließ ihn nach Belieben daraus ſchöpfen. Erfuhr er, daß in Folge eines Unheils, eines Sturmes, eines Brandes, eines plötzlichen Anſchwellens der Bergwaſſer eine Moſchee, ein Haus, ein Getreidefeld ver⸗ brannt, zerſtört, verwüſtet worden waren, ſo begab er ſich auf den Schauplatz des Unfalls und ließ durch ſeine Freigebigkeit alle Spuren davon verſchwinden.

Die Witwen und die Waiſen, die Greiſe, die Breſthaf⸗ ten, die mit Familie belaſteten fleißigen Arbeiter, die durch Steuern niedergedrückten, oder durch den Verluſt ihrer Heer⸗ den, ihrer Ernte mit dem Ruin bedrohten Tſcharans fanden

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