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Band 4 (1846) Band 4
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Garten. Keck von außen, ängſtlich von innen betrat Hermann den Raum, den Klementine beherrſchte. Er ſpähte, leiſe auf dem Sande dahingehend, nach allen Fenſtern empor. Es waren ihrer viele; alle unbeſetzt. Dieſe ſeltſame Beobachtung dauerte ziemlich lange. Das Schloß war wie ausgeſtorben. Ein paar Tauben auf dem Dache, der träge marſchirende Zeiger an der Thurmuhr... ſonſt nichts lebendiges zu ſehen, noch zu hö⸗ ren. Dieſe Stille kühlte den Späher ab, und zwar in dem Grade, daß er ganz zurecht kam und zu ſich ſelbſt ſprach: Wer dich jetzt ſähe in deiner lächerlichen Poſitur! Pfui, ſchäme dich und reiß' aus vor dir ſelber!

Auf der Stelle wollte Hermann das letztere Kommando ausführen. Da fiel unfern, im Garten etwa, ein Flinten⸗ ſchuß. Eine Taube, den bleiernen Tod in der Bruſt, ſtäubte vom Dache herunter auf's Pflaſter, ſchlug verkommend mit den Fittigen den Boden. Oben klang indeſſen heftig ein Fenſter und eine weibliche Stimme ſchrie mit dem Ausdruck der Ent⸗ rüſtung: O, der Unmenſch! Meine Taube! Das arme Thier!

Sie war's!.. Klementine, die Hermann ſehen, hören wollte. Nun war ja ſein Wunſch erfüllt. Das bleiche, ein⸗ geſunkene Antlitz, die heiſere, von langer Klage gebrochene Stimme, ſie waren Klementinens. Und was noch mehr: die arme blaſſe Frau während Maſchewskh's wieherndes Gelächter hinter der Gartenmauer dem Schrei ſeiner Gattin antwortete hatte den Doktor geſehen, erkannt, und zum Steinbild war ſie geworden, mit vorquellenden Augen, mit Angſt und Schreck und Vernichtung in allen Zügen.