Und führte mich dann nicht mein erſter, leiſeſter Wunſch ſchnurgerade wiederum in die Stricke des Satan? O weh, o weh, lach' dir nur einen Kropf, du ſchwarzes Vieh! ich bin übel daran, wenn ich nicht heute, ſpäteſtens morgen ein Mittel erdenke, mir vom drohenden Tod und Verderben zu helfen!“ Während der hölliſche Paßauf immer mehr und mehr lachte, hob Andreas än, über ſeinem traurigen Reichthum zu weinen, und das Schlafen kam nicht an ihn. Darüber jedoch zog der Morgen herauf, und wie denn gewöhnlich der muntere
Tag dem Bedrängteſten neuen Muth verleiht, ſo gab auch
jetzo die rothe Morgenſonne dem Andreas ein wenig Tapferkeit in's Herz zurück.—„Ich will noch einmal mit dem Meßmer⸗ josl anbinden,“ ſagte er:„vielleicht thut ſich's heute beſſeh als geſtern und vorgeſtern.“ S warf er ſich in ſein ſchönſtes Gewandl und zing zum Meßmer hinüber, bevor derſelbe zur Pfartmeſſe wn hatte.„ „Nun, Gevatter,*) wie ſteht's heute?“ rief Andreas Alten an, der ihm mit verlegenem Geſichte entgegen kam: „Dauert's noch alleweil ſo fort mit der Hanni und dem Holz⸗
knecht? Erſt geſtern iſt wieder einmal Poſt von Wien gekom⸗
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men, daß der Herr von Praunfalkh nichts, aber frei gar
nichts für den Hieſel thun will. Was erwarteſt Du noch?
*) Die Oberſteirer gebrauchen unter einander die Anrede„Ge⸗
vatter“ oder„Schwager,“ wenn ſie auch nicht E 6
oder ig Bekannte ſind.
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