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Band 3 (1846) Band 3
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Der reichſte Mann? wiederholte Sieſel verſchüchtert und verdüſtert:der wärſt Du, Andredl, Du ſelbſt.

Pah, pah! entgegnete Andreas mürriſch:Kieſelſtein ſind keine Granaten. Ich hab' eben Glück das iſt Alles.

Ja, ja, fuhr Hieſel immer düſtrer fort:So viel Glück, daß alle Leute auf zehn Meilen in der Runde bedenk⸗ lich den Kopf dazu beuteln. Sind Deine Felder nicht immer beſtellt, als wie von Herrenleuten, und doch können Deine Dingleute nur mit Müh' ihren Zehnten und Zins abtragen? Auf Deinen Wieſen wird das Vieh ſpiegelblank und fett, auf Dein Dach iſt noch nie der Donnerſtrahl gefallen; von Deiner Jagd kehrſt Du immer mit ſchwerer Beute heim; an Geld fehlt Dir's niemals, und was Du Dir wünſcheſt, haſt Du gleich. Im Gebirg ſagen ſie, der böſe Feind bringe Dir das Alles, und Du hätteſt ihm Deine Seel' verſchrieben, und ſäßeſt immerdar nur darum mit geſchloſſenen Augen in der Kirche, weil Du dem Höllenhund geſchworen, unſern Heiland und Herrgott nicht mehr anzuſchauen....

Ei, daß Dir der Gleckwurm die Zunge abbiße!*) ſchrie Andreas grimmig auf:Wirſt Du's Maul halten, Du Thorenkopf? Entweder gibſt Du ein'n Fried' mit den Dumm⸗ heiten da, und darfſt mit mir ein Glasl Wein trinken

Er holte wirklich eine Flaſche von Blech aus einem Winkel hervor) oder Du gibſt kein'n Fried' und hernach will ich

*) Schlange.