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Band 2 (1848) Band 2
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1 18 freudigen Seele in eine Soirée dansante ging, wohin Jo⸗ hann Friedrich ſie nicht begleitete, weil mit einigen Froſt⸗ beulen beſchäftigt.(O Geneigteſter! Froſtbeulen ſind traurige, ja bedenkliche Flecken am Geſchäftshimmel, wie überhaupt an allen Vieren des Droguiſten)

Binchen war in Freuden gegangen, und in Leiden zu⸗ rück gekehrt, hatte die ganze Nacht hindurch geweint, am Morgen darauf bei'm Kaffee der Mutter geradezu erklärt, aus der Hochzeit mit ihrem Liebſten könne und dürfe nichts wer⸗ den, und wenn ſie Binchen rebelliren müßte gegen alle elterliche Gewalt, wie der Cireaſſienne⸗ Schlemihl gegen die Ruſſen. Vor Schrecken ließ die Mutter den Hafen

fallen, Und der Vater, da er von der Rebellion hörte, ſchmiß

das Tintenfaß über die Strazze, und einen Topf mit Maul⸗ beerſaft über die Korreſpondenz. Was war's? he,Geneigteſter? Sie meinen ja wohl ſonſt, wenn Sie dergleichen wahrhafte Hiſtorien leſen, Sie könnten den ganzen Rebus und Humor ſchon aus den erſten Zeilen errathen? Rathen Sie jetzv zu. rathen Sie aber, ma foi, es hilſt Ihnen auch gar nichts, wenn ich nicht den guten Kerl mache, und Ihnen den ganzen Witz nach der Elle vormeſſe. He? Nun denn: Ein Spaßvogel, ein boshafter Geſellſchafts⸗ hanswurſt war der Vater alles Uebels; denn nachdem Bin⸗ chen in ihres Herzens Unſchuld und Gefühlvolligkeit auf der Soirée einem Zirkel von jungen Damen ihr Glück und den Namen ihres Bräutigams verrathen, und daß nun beide Firme 1 und beide Herzen vereinigt ſein würden in Seligkeit, ſo

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