rich Grauſam, erwachte plötzlich ein unbändiges Vertrai mir, eben als ich wiederum einnicken wollte. Er ſtieß mich in die Rippen, und brummte, wie aus knirrſchenden Zähnen hervor:„Ich kann und mag's nicht verhehlen und vertuſchen, Sie ſollen mein ſchreckliches Schickſal wiſſen. Da ich mich nicht in den Stand geſetzt ſehe, Sie zu meiner Erquickung umzubringen, ſo will ich ſie wenigſtens in Mitleidenſchaft ziehen; auch das wird mich erfriſchen, und Sie werden zu⸗ geben müſſen, daß Ihre Muſterkiſte, ſo ſchwarz und traurig es darinnen ausſehen mag, ein luſtig glänzendes Juwelenetui zu ſein die Ehre hat, gehalten gegen mein in Leichenflor ge⸗ wickeltes Herz.“
„Es wird mir ein ſonderbares Vergnügen ſein,“ mache ich, und ſetze mich als ein aufmerkſamer Zuhörer zurecht.
„Erlauben Sie nur,“ macht er,„daß ich mich noch ein paar Augenblicke faſſe
„A piacere... es hat durchaus keine Preſſur;“ mache wiederum ich.
Er ſchnupft eine Priſe, fährt ſich mit dem Sacktuch über die Augen, und fangt dann an, mir ſeine Geſchichte zu er⸗
zählen.— Ich kopire ſie, um nicht weitläufig zu werden, obenhin, aber ohne ein Dippelchen, das zur Sache gehört, zu vergeſſen.
Johann Friedrich Grauſam hatte einen Großbvater, ja noch mehr, er hatte einen Vater gehabt,— oder noch beſſer: den Vater hatte er noch. Dieſer Vater hatte von dem frag⸗ lichen Großvater Peter Grauſam ſelig ein hübſches Material⸗
waarengeſchäft geerbt, und daſſelbe durch einige glückliche Spe⸗


