10
wenn ich metaphyſiſch verfahren will... alſo, die blauge⸗ ſiegelten hoben, wie folgt, an:
„Himmliſches Mädchen, Ihre Reize haben— auf hon- neur— einen dergeſtaltigen, wenn auch unbekannter Weiſe frappanten Eindruck auf mein Herz gemacht, daß ich mich nicht halten kann, u. ſ. w.“
Die Brandrothen ließen ſich alſo vernehmen:
„Himmliſche Frau! Ihre ganz ausgezeichneten Reizungen find von der Art, daß ich— auf Seele— den überglück⸗ lichen Gatten beneide, der in Ihrem Beſitz iſt. Möchte er doch, wie ich jedoch bezweifle, ſein Glück verdienen, oder mir im konträren Fall der angenehme Auftrag werden, als Aſſocié in Ihr charmantes Lebensgeſchäft eintreten zu dürfen, u. ſ. w.“——
Die gelbpetſchirten ſprachen endlich:
„Himmliſches Weib! Welch ein paradieſiſches Gefühl muß es für einen ſeligen Leichnam ſein, von Ihnen beweint und betrauert zu werden! Aber um wie viel ſeliger der Lebendige, unwiderſtehliche Wittwe, dem die Gunſt zu Theil würde, Sie ſelbſt zu tröſten und dero gefühlvolle Herzens⸗Aktien zu dem Kurs notiren zu dürfen, deſſen ſie werth ſind u. ſ. w.“——
Auf den Promenaden, in den Schauſpielhäuſern, in den Kirchi auf den Dampfſchiffen, ja auf den Gemüſemärkten ſuchte ich meine Papiere anzubringen— entweder in eigner Perſon, oder durch Vermittlung gewiſſer pfiffiger Mäkler, die, aus Savoyen gebürtig, den Franzoſen die Stiefel putzen, wenn ſie nichts beſſeres zu thun wiſſen.
Ich vergaß, dem„Geneigteſten“ zu bemerken, daß in einer


