Zeitschriftenband 
Band 2 (1848) Band 2
Einzelbild herunterladen

3

ſind zwei Reiche aus dem einen gemacht worden, und zwar unter ganz eigenen Vermittelungen und Betitelungen, Verhält⸗ niſſen und Geltniſſen.

Der neue Beherrſcher des Niederlands Flätz und ſehr weitläufiger Neffe der verewigten Durchlaucht, der Fürſt Petrokis, war einmal in wallachiſchen oder moldauiſchen Staatsämtern geweſen, und hatte ſich, in dankbarer Erinnerung an jene glückſeligen Zuſtände, bei ſeinem Regierungsantritt zu einem Hoſpodar von Niederflätz befördert.

Der Regent des Hochreviers dagegen, zuſuf der Erſte, gleichfalls ein höchſt⸗ ja äußerſthöchſtweitläufiger Neffe der verewigten Durchlaucht, der einſt bei der Hohen Pforte als hoher Militär geſtanden, hat die Würde eines Dey und Beh von Oberflätz angenommen.

Die Deh⸗ und Beyſchaft und das Hoſpodariat befinden ſich, was das Volk angeht, im beſten Einberſtändniſſe; nur die Fürſten mögen einander nicht riechen, wie man zu ſagen pflegt, leben trotzig geſchieden, einer hüben, der andre drüben, und thun ſich ſo viel Tort und Dampf an, als ſie nur kön⸗ nen, unbeſchadet der Völkerrechte und der Flätziſchen Conſti⸗ tution. 6

Ich habe dieſen kleinen Konkurs in der Erdbeſchreibung gemacht, um demGeneigteſten der vielleicht nicht viel gereiſt iſt, einen gewiſſen Vorſchmack von dem Lande zu geben, das ich bereiſen wollte, als ich, wie oben bemerkt, in den Eil⸗ wagen ſtieg, der die Gewohnheit hatte, von meiner Reſid denzſtadt nach Flätz abzugehen.

Ich war mißſtimmt, ſonſt nicht mein Fehler. Ich bin