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kanzler beide. Die Fürſtin vergoß Thränen der Freude, und verſicherte, daß ihre geliebte Karin nun ihre innigſten Wünſche erfüllt habe.
Der Kreis der ganzen Geſellſchaft, welche von des jungen Paares neugeſchloſſener Verbindung unterrichtet wurde, drängte ſich glückwünſchend um ſie her, und die Töne des Jagdhornes, die durch Wald und Felſen erſchollen und überall ein helles Echo fanden, riefen die entfernteſten Jäger zurück, daß auch des Berges Wild für, dießmal Schonung und Friede zu Theil ward. Im ſelben Augenblicke hörte man einen Schuß aus der dunkeln Fichte. Eines Jägers Geſtalt ſtürzte aus den herab⸗ hängenden Aeſten und fiel plötzlich in den See, deſſen dunkel⸗ ſchwarze Wellen aufziſchten, um ihren Raub zu verſchlingen.
Alle Anweſenden eilten beſorgt zum Ufer. Karin ſchwin⸗ delte, aber der Graf eilte, ſie in ſeinen Armen aufzufangen.
„Wer war das?“ fragte der Reichskanzler.
„Es muß ein Schütz auf dem Anſtand geweſen ſein,“ äußerte ein alter Jäger. Ein ſolcher hat ſich auf dem Berge umhergetrieben, das weiß ich. Aber von da kommt er nimmer wieder, das iſt ſicher, denn hier iſt der See bodenlos.“
Fräulein Karin kam nach und nach wieder zu ſich. Aber ihre Ruhe war für immer dahin. Als die Jagdgeſellſchaft, die vergebens das Räthſel des unbekannten Jägers zu löſen ſuchte, der ſich erſchoſſen und im See berſchwunden war,
durch das ſchöne Thal nach dem Magnusberg zurückzog, hatte
Fräulein Karin ſo viel Macht über ſich, daß ſie mit ihrem Bräutigam über die Zukunft ſprechen konnte Sie war nicht


