Zeitschriftenband 
1848 Band 1
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die Trunkenbolde eben im Begriff geſtanden, einen Mord zu begehen, und deshalb in ihnen ſich das Gewiſſen gerührt hatte. Selbſt der verhärtetſte Böſewicht ſchlägt ſein Gewiſſen nie ganz und gar todt.

Der ſchwarze Gaſt war kaum minder erſchrocken, als die er in die Flucht geſprengt. Der Cornet erkannte den Schwa⸗ ben und errieth leicht den Zuſammenhang. Und er rief:Die Werber waren Thoren, einen Schornſteinfeger einzuſperren, ohne den Schlot zu verwahren. Doch ich verdiente einen Tod ohne Ehre, wie er mir gewiß ſo eben bevorſtand, wenn ich mich undankbar erwieſe. Zu Jörgel gewendet und mit der Hand zum Tiſch deutend, ſetzte er hinzu:Komm hervor, du rußiger Geſell, und nimm das Geld; ss iſt ehrliche Kriegsbeute. Du magſt damit zu Auſtädt Meiſter werden und Dein Nischen heimführen.

Der Schwab' ließ ſich das nicht zweimal heißen. Mit behenden Griffen brachte er Gold und Silber hinter dem Bruſt⸗ fleck unter. Doch hätte er kaum nöthig gehabt, ſich ſo zu

tummeln. Der Werber und ſeine Geſellen hatten lange noch nicht die Angſt vor dem Gottſeibeiuns verwunden, als ihnen ſchmetternder Trompetenklang neuen Schreck einjagte. Sie ließen vor dem einrückenden Vortrab des Regiments Monte⸗ cuculi Alles im Stich, um, wie ſie gingen und ſtanden, ſich in Hemdärmeln aus dem Staub zu machen.

Und von dem Tage an war des Herzogs Werberecht in der freien Stadt zu Ende. Und von dem Tag an hatte Jörg ſein lieb Weibchen und ſein eigen Handwerk, und der Cornet ein gut Gewiſſen hinterm Lederkoller. Meiſter Jakob fügte