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Band 2 (1847) Band 2
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Der gemüthsruhige Waidmann dachte alſo in der ganzen Angelegenheit grade nur an's Schußgeld.

Schlaft nur weiter, ſagte ſein Kamerad zu ihm:vor der Hand drücken die zwei Viecher nur ihr Mißvergnügen aus, ihre Tränke beſetzt zu finden; noch iſt der Augenblick nicht da, wo der Hunger, vornehmlich aber der Durſt ſie zum Angriff ſpornen.

Alſo glaubt Ihr wirklich, fragte ich:daß ihrer zwei zur Stelle ſind?.

Es iſt noch eine Möglichkeit vorhanden, entgeg⸗ nete er.

Etwa daß ſie ſelbdritt ſind?

Wir ſind ja auch unſer drei. Aber nein? Iſt das Pärlein nicht Er mit Ihr, ſo macht ſich einer davon. Zwei Männchen ziehen nicht miteinander. Im andern Fall werden wir gehörig gewarnt werden; Gott hat der gefährlichſten der Schlangen die Klapper angehängt, um den Menſchen vor ihrer Nähe zu warnen; nicht minder ſteckte er dem Raubthier zwei glühende Lichter in den Kopf, die durch die Finſterniß leuch⸗ ten, und gab ihm die brüllende Stimme als Vorboten des Angriffes.

Man begreift, wie tröſtlich der Beſcheid mir klang. In⸗ deſſen war ja die Gefahr noch weit, und noch nicht der Au⸗ genblick gekommen, worin der Durſt die angeſtammte Scheu des Wildes vor der menſchlichen Nähe zum Schweigen zwingt. Alles wurde ſtill im Gehölz, das der Mond mit ſeinem Schein erhellte. Die zwei Jäger machten ſich's wieder bequem, doch

ſchlief der Canadier nicht mehr ein, ſondern lehnte ſich, die