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Band 2 (1847) Band 2
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Blick zum Geſtade, das vor mir zu weichen ſchien. Mein guter Kamerad war dort in bedenklicher Lage. Er hatte ſich zwar losgemacht, und, wie ich merkte, ſogar wieder geladen. Seine Büchſe, im Anſchlag, hielt die Apachos noch allein im Zaum, die ihn, wie bellende Hunde den Stier, umringten.

Ich hatte nicht Selbſtverleugnung genug, zu ſchweigen. Wollt Ihr mich abſchlachten laſſen? ſchrie ich.

Der Freund ſchielte ſeitwärts nach mir hin, ohne jedoch den Lauf ſeiner Büchſe von den Indianern wegzukehren. Wie er aber ſah, daß der Lange den Arm nach mir ausſtreckte, vergaß er der eigenen Gefahr, wandte ſich, ſchlug an und ich hörte die Kugel pfeifen. Das Waſſer färbte ſich roth. Der todeswunde Indianer verdrehte die Augen und plätſcherte wie eine ertrinkende Katze. Ich entriß ihm das Meſſer, ſtieß es ihm ein paarmal in die Gurgel, und dachte nun meinem wackern Geſellen zu Hülfe zu kommen. Er war verſchwunden. Doch, das mag er Euch ſelber erzählen, da er nun ausge⸗ ſchlafen hat.

Der Canadier war wirklich inzwiſchen erwacht, und ſagte gähnend:

Was iſt da viel zu berichten? Nachdem ich meinem Freund den kleinen Liebesdienſt erwieſen und meinen Schuß ausgegeben hatte, dachte ich wohl, daß er ſich zu mir heran⸗ machen würde. Die Indianer waren durch den Tod ihres Häuptlings etwas verblüfft; dennoch konnte ich mich jetzt nicht mit dem Laden befaſſen, ſondern ſchwang mein Gewehr ver⸗ kehrt um den Kopf und ſprang durch die fünf Kerls mitten durch, die vom ganzen Trupp der Angreifer noch übrig waren.