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Band 2 (1847) Band 2
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und dieſe Arbeit nur in den Feierſtunden vornehmen. Alle Lebensbedürfniſſe muß er ohne Gnade und Barmherzigkeit um Wucherpreiſe aus der Hacienda nehmen, und der freie Arbeiter in Merxico iſt, wie wir bereits in der früher mitgetheilten Geſchichte ſagten, übler daran als anderwärts der ſchwarze Sklave. Der weiße Sklave iſt unaufhörlich dem Herrn des Gehöftes als Schuldner verhaftet, und für ihn der Zahltag ſtets ein Jam⸗ mertag; denn wenn ſonſtwo an dieſem Tag der Arbeiter ſich irgend ein kleines Vergnügen geſtattet, ſo erfährt er hier nur, um wieviel ſeine Rechnung wiederum im Haben zurückbleibt und im Soll anſchwillt.

Doch, um den mericaniſchen Taglöhner kümmert ſich kein Negerbefreier, denn vor der Hand iſt nur die ſchwarze Menſchen⸗ freundlichkeit an der Reihe. Der Neger hat geſetzmäßig ſeine Raſtſtunden ſo wie Zeit zu den Arbeiten des eigenen Haus⸗ haltes; der Herr füttert ihn reichlich mit geſalzenen Fiſchen, ſeiner Lieblingskoſt; wird er krank, ſo fehlt ihm nicht des Arztes Beiſtand. Dem Hacendero aber gilt es gleich, ob ein freier Arbeiter verhungert oder eingeht. Der Schwarze kann eines Tages ſich die Freiheit erwerben, mit welcher er freilich nichts zu beginnen weiß, an die aber der Gedanke ihm doch Vergnügen macht; der Weiße bleibt Zeitlebens ſeines Gläubi⸗ gers Knecht, ohne Hoffnung auf Erlöſung. So liegt das alt⸗ ſpaniſche Joch noch ſchwer auf einem großen Theil der meri⸗ caniſchen Menſchheit, die es unter den Geſetzen des Freiſtaates um kein Haar beſſer hat, als einſt unter der Willkür unum⸗ ſchränkter Herrſchaft.

Ich richtete öfters meine Schritte nach dieſem Aufent⸗