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Band 2 (1847) Band 2
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welche Perſeus erblickte, als er die Nebenbuhlerin von Here von den Angriffen des Meerungeheuers befreite.

Ich ſah einige Zöglinge der franzöſiſchen Academie der Villa Medici; alle waren betrübt über die jeden Tag zuneh⸗ mende Leidenſchaft des armen S. für ſein Modell. Als ich eines Tags an die Backſteinmauer der Thermen von Cara⸗ ealla angelehnt ſtand, hörte ich, daß man mich von den Ar⸗ caden aus rief: es war S... Wir blieben bis in die Nacht beiſammen, unterhielten uns aber nur über Kunſt und Geſchichte. Ich begriff, daß er es vermied, von Ghita zu ſprechen.

Ein Monat verging. Ich traf ihn nur noch von Zeit zu Zeit. Er ſah glücklich aus. Das war in meinen Augen ein beunruhigendes Glück. Es waren tauſend Gerüchte unter den Zöglingen der Academie im Umlauf. Einige behaupteten, das Modell habe ſeiner Liebe gegen eine lebenslängliche Pen⸗ ſion für ſich und ihre Tante nachgegeben. Ich kannte die ſtolze Römerin hinreichend, um dieſer Sage keinen Glauben zu ſchenken. Andere verſicherten, er habe ihr verſprochen, ſie zu heirathen, ſobald ſeine Familienangelegenheiten von ihm in Ordnung gebracht worden wären. Das war noch mehr be⸗ unruhigend, denn die Anſchuldigung traf einen eraltirten und zu großen Tollheiten fähigen Kopf. In dieſer Kriſe beſchloß ich, Alles zu thun, um eine Unterredung mit S.. zu er⸗ halten; ich ſtand Schildwache vor ſeiner Thüre; ich lief überall⸗ hin, wo man ihn ſonſt traf. Unmöglich, ſeiner habhaft zu werden! Zwei Briefe, in denen ich ihn um eine Zuſam⸗

menkunft' bat, blieben ohne Antwort. Mein Verlangen, ihm