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Band 2 (1847) Band 2
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Breite des Fußpfades von dem Punkte getrennt, wo ſie ſaßen, war ein Felsblock von großem Umfang: wenn ich dieſe Stelle erreichte, vermochte ich ihr Geſpräch zu belauſchen; zu dieſem Behufe mußte ich aber einen freien Raum durchſchreiten, wo man mich ſehen konnte, wenn ſich das Eine oder das Andere umwandte. Ich dachte jedoch, meine Tracht würde mich ſchützen, wagte es, dieſen Raum zu durchſchreiten, und es gelang mir. Ich war nun zehn Schritte über ihnen verborgen durch Gra⸗ nitblöcke von jeder Größe, welche aus dieſem, vielleicht von Banditen bereiteten, Zufluchtsort gleichſam eine von einem ein⸗ geſtürzten Baudenkmal gemachte Wache bildeten.

Behutſam den Kopf zwiſchen den Steinen vorſtreckend, horchte ich und vernahm Folgendes:

Du wirſt alſo nicht eiferſüchtig ſein? ſagte er.

Nein... doch unter der Bedingnng, daß Du mir Alles ſagſt. und daß Du ſie nur ein einziges Mal ſiehſt... Barbaja bietet Dir ein Engagement als Tenor

bei einer von ſeinen Geſellſchaften an; Du machſt zum Vor⸗ aus eine Scritura und in der Nacht des Rendez⸗beus reiſen wir ab.

Aber wie ſie dazu bringen?

Kennſt Du die Weiber ſo ſchlecht? eine Römerin! eine Trasteverinerin beſonders! Ah! glaube mir, ich habe es neulich bei der Villa⸗Reale in ihren Augen geleſen. ſie

iſt wahnſinnig in Dich verliebt... und gerade wegen deſſen, was zwiſchen Euch vorgefallen iſt, und mehr noch, weil ſie ſieht, daß Du einer Andern gehörſt.. Doch Du ſchwörſt

mir wenigſtens, daß Du ſie nicht liebſt.