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Band 1 (1846) Band 1
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Sobald Geeraert ſeine Kräfte wieder gewonnen, entfernten ſie ſich heimlich odn dem Orte und kehrten in die Stadt zu⸗ rück, wo Geeraert ſich in dem Hauſe ſeiner Geliebten bis tief in die Nacht verborgen hielt. Als die gefürchtete Mitternachts⸗ ſtunde angebrochen, ging er, von Franz begleitet, nach der Wohnung ſeines Vaters und trat unerwartet in das Zimmer.

Der alte Scharfrichter, der weinend auf dem Bette den Tod ſeines Sohnes betrauerte, hielt, was er ſah, für einen trügeriſchen Traum; aber als die heftige Umarmung ihn über⸗ zeugt hatte, daß es Wahrheit ſei, glaubte er vor Freude ſter⸗ ben zu müſſen.

Mein Sohn, mein Sohn! rief er,Du begreifſt Dein Glück nicht. Nicht allein von der Marter biſt Du erlöst, auch von aller Schmach und Schande. Der Fluch, der auf unſerem Geſchlechte ruht, iſt gelöst mit dem Tode und.. Du biſt todt, mein Sohn!

Und ich habe noch kein Blut vergoſſen! rief Geergert freudig drein.

Geh' und wohne ferne von Deinen ungerechten Brüdern, begann der Vater wieder,verlaſſ. Antwerpen, heirathe Deine gute Lina, liebe ſie immer; und der Himmel ſchenke Dir reiche Nachkommenſchaft. Deine Söhne werden nicht mehr ge⸗ borene Henker ſein und Du wirſt nicht über Deine Kinder weinen, wie ich über Dich geweint habe. Die Erſparniſſe meiner Väter bewahren Dich für immer vor Armuth; ge⸗ brauche ſie wohl und lebe glücklich...

Seine Stimme brach nach und nach von der heftigen Gemüthsbewegung. Geeraert hing an dem Halſe ſeines Vaters