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„Warum nicht gar? Das Roß iſt mein, die Reiter ſind J meine Leute, und alles bleibt unter uns Meine Buben und meine Gäule ſollen zuſchauen wie ſie mit einander fertig werden.“
Ein rohes Lachen ſpendete ringsumher dieſer ſeltſamen Unparteilichkeit vollen Beifall; der Spaß war herzlich gut für Leute, die ihr Leben ſo leicht wagen, wie eine Bohne. Aber 8 die Heiterkeit nahm ſchnell ein Ende, um dem Erſtaunen zu 3 weichen, das ſich auf den rauhen Geſichtern dieſer Vaqueros 3 malte, als ſie eines Mannes anſichtig wurden, wie er mit entſetzlicher Anſtrengung ein Roß herbeiſchleppte; die beiden waren: Cahetano und Endemoniado. Wilde Freude ſtrahlte . auf dem hagern Antlitz des ehemaligen Schmugglers, der wie ein bösartiges Geſpenſt inmitten derer erſchien, deren Genoſſe er ſeit Kurzem unter erborgtem Namen war. Halb unbewußt zog ich mich ein wenig zurück, ſo daß mich Cahetano nicht ſehen konnte, während ich ihn nicht aus den Augen verlor. Er hatte, Gott weiß wie, vermittelſt einer Schlinge die Ober⸗ lefze des Roßes gepackt und es ſo mit ſich geſchleppt. Die geſchwollene Lefze zeigte, daß dies nicht ohne heftiges Wider⸗ ſtreben geſchehen war Endemoniado verdiente ſeinen Namen in der That; er war ein Fuchs, und die Rothen find bekannt⸗
4 lich alle mehr oder minder falſch, Menſchen wie Pferde. Des Thieres Auge, vom herabfallenden Haarbüſchel halb verhüllt, ⸗ blitzte in düſterm Glanz. Die Ohren ſpitzten ſich nach vor⸗ wärts; die lange Mähne flatterte verwirrt; die harten ſcharfen Hufe klangen wie Metall auf dem Kiesboden, ſo oft Ende⸗ moniado ſich auf Cahetano werfen wollte, der ihn dann ſtets
mit der bleibeſchwerten Reitpeitſche zurückwies. Der Erzähler. 1847. 1. 21


