Jahrgang 
4 (1864)
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Zur Lecture.. 479

aufſchlägt, wird man zu dieſer Behauptung die intereſſanteſten, die an⸗ ſprechendſten und anmuthigſten, die kurioſeſten Belege finden. Wir führen beiſpielshalber hier neben einander nur die Briefe von Halling, Harden⸗ berg, Hallwachs, Hermann, Hormayr, Immermann und Frau, Loebell, Malsburg u. ſ. w. an.

Für die biographiſchen Notizen über die einzelnen Correſpondenten müſſen wir dem Herausgeber noch unſeren beſonderen Dank ausſprechen. Viele derſelben würden uns ohne dieſe Zugabe völlig unbekannt bleiben. Wir freuen uns ſchon jetzt, bei den folgenden Bänden von neuem auf dieſe vortreffliche Sammlung zurückkommen zu dürfen.

C. Knochenhauer, Geſchichte der neueren Zeit. Potsdam. Riegel'ſche

Buchhdlg.(A. Stein.) 1863.

Das Buch bildet den dritten und letzten Theil eines Handbuchs der Weltgeſchichte und gibt uns einen gedrängten Bericht vom Jahre 1517 bis auf die neueſte Zeit, dem wir Hervorhebung aller wichtigern Momente und faſt überall die nöthige Unbefangenheit und Unparteilichkeit, ſo wie eine einfache Darſtellung nachrühmen dürfen. Die beigegebenen Tabellen ſind überſichtlich und zweckentſprechend.

Reinhold Köhler, Kunſt über alle Künſte ein bös Weib gut zu machen. Eine deutſche Bearbeitung von Shakeſpeare's Taming of the Shrew aus dem Jahr 1672. Berlin. Weidmann ſſche Buchhandlung. 1864.

Eine Feſtgabe zum 23. April 1864 und ein neuer Beweis für den Einfluß, welchen das engliſche Theater und die engliſchen Komödianten auf die deutſche Bühne während des ſiebzehnten Jahrhunderts ausübten. Der ungenannte Verfaſſer, von welchem noch weitere Schauſpiele bekannt ſind, ſchöpfte die Kenntniß des Stückes aus einem deutſchen Bühnen⸗ manuſcripte und hielt das Original für italieniſchen Urſprunges; er gab den Perſonen des Luſtſpiels deutſche Namen und dem ganzen Stücke ein reutſches Gewand. Die Bearbeitung erſcheint hier zum erſtenmal voll⸗ ſtändig im Drucke; ſie iſt ſehr wichtig für die Sprache, Sitte und Bil⸗ dung ihrer Zeit. Das Deutſchland, wie es nach dem dreißigjährigen Kriege war, nahm von dem großen Britten das Naturaliſtiſche, die derbe und witzige Seite auf; erſt ſpäteren Zeiten blieb es vorbehalten, den genialen Gehalt, die künſtleriſche Höhe Shakeſpeare's zu begreifen und zum Eigen⸗ thum des deutſchen Volkes zu machen. K.