6 In Nacht gehüllt.
wird ihnen in die Augen geleuchtet haben!“— ſo ängſtigte ſich und ihre Begleiterinnen die alte Dame.—„Sie denken wohl, wir wollen betteln oder Sie auf der Straße anfallen?“ hörte ſie wieder den Erſten ſchreien, jetzt ſchon ganz hitzig, und ſelbſt der herzhaften Brünette ſchlug das Herz vor Furcht, Johanna ſtieß einen leiſen Seufzerzaus, das war aber das Signal, daß ſich die alte Dame, ſo vornehm und korpulent ſie war, in vollen Lauf ſetzte.—„Hol' Sie der—!“ ſchallte ein höchſt unchriſt⸗ licher Wunſch hinter ihnen her, begleitet von einem dröhnenden Gelächter.
Aber auch vor ihnen ſchnaubte und brauste es mit einemmale durch die Büſche— unter dem donnernden Laufe irgend eines Unthiers brachen die Zweige, laut auf ſchrien die Damen— und dicht bei ihnen ſtob es vorüber, wie eine wilde Jagd. Es war aber nur ein einzelnes Pferd, ein Pferd ohne Reiter, mit flatternden Mähnen und hochwallendem Schweife; die leeren Steigbügel ſchlugen klingend an ſeine Flanken und erſchreckten es nur noch mehr in ſeiner wilden Freiheit. Vorüber war es gerast, ehe ſich die Damen recht beſinnen konnten.—„Urbiſch's Pferd am Ende!“ rief die Brünette, welche immer am ſchnellſten Geiſtesgegenwrrt hatte.— „Der Arme! Er hat ein Unglück genommen!“ ſagte Johanna mitleidig. —„War es ein Pferd?“ fragte die alte Dame, welche vor Schreck viel⸗ leicht die Augen geſchloſſen hatte.— Beſſere Auskunft hätten ſie von den beiden Männern erhalten können, aber dieſe waren nicht mehr zu erblicken, als ſich die Damen ſchüchtern nach ihnen umſahen.„Das iſt ſehr ver⸗ dächtig!“ äußerte die alte Dame.— Zu ihrer großen Beruhigung ſchim⸗ merte jetzt zu ihrer rechten Seite die Waſſerfläche des See's durch die Bäume, ſie hatten das Ende der„Wildniß“ erreicht und der Fußpfad, welchen ſie verfolgten, wurde zu einem wohlgepflegten Parkwege, deſſen Ziel, das weiße Schloß mit ſeinen großartigen Nebengebäuden ſ bald vor ſich am hohen Ufer leuchten ſahen.
Bauern hatten das Pferd eingefangen und brachten es, da ſie nicht wußten, wohin damit, nach dem Schloſſe. Nicht lange nachher fand der herrſchaftliche Förſter auch den geſtürzten Reiter im Walde. Daß er ge⸗ ſtürzt und nicht herabgefallen war(ein Unterſchied, auf welchen die Herren vom Fach mit großer Eiferſucht halten, weil das Stürzen grade den kühn⸗ ſten Reitern begegnen kann, das Herabfallen zwar auch, wenn ſie recht böſe Pferde reiten, ſtets jedoch eine Art Schmach iſt), daß er geſtürzt war, hatte das verletzte Knie ſeiner Vollblutſtute ſchon den Bauern be⸗ wieſen. Der Förſter beſchäftigte ſich mit dem bewußtloſen Manne und
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