andelt damen ſeine Sie hdem Die bend ſtigen Lenor. und ſeiner maus neben dicht anken halbes düſter hin: in ge⸗
fin
er der n und
Horace öm in dehnte
Von E. Dom. Brand. 9
und ſehr achtbare Praxis, indem er der Rechtsfreund verſchiedener Eiſen⸗ bahngeſellſchaften war und in dieſer Eigenſchaft eine umfangreiche, ſehr lohnende Beſchäftigung fand. Einer hochachtbaren Familie entſtammend, war er ein vollkommener Gentleman, elegant, klug und fein gebildet, zu fein vielleicht für einen Advokaten, wie jedermann ſagte, demohngeachtet aber nach dem Zeugniß ſeiner Klienten ein äußerſt tüchtiger Geſchäfts⸗ mann. In ſeinem fünfunddreißigſten gehörte er noch immer dem Kreis der Junggeſellen an: den Grund wußte niemand zu errathen, da manche reiche Erbin, manche ſchöne Dame ja geſagt haben würde zu der Be⸗ werbung Horace Margrave's in Gray's Inn. Der ſchöne Rechtsgelehrte zog augenſcheinlich das freie Leben des eheloſen Standes vor; denn wenn ſein Herz überhaupt empfänglich geweſen wäre für weiblichen Zauber, ſo hätte er es ſicherlich an ſeine liebliche Mündel Lenor Arden verlieren müſſen.
Lenor wohnte erſt ſeit einigen Wochen in London. Sie hatte den Schutz ihrer Tante in Paris verlaſſen, um ſich in den Strudel der eng⸗ liſchen Geſellſchaft zu werfen ohne ſonſtige Obhut, als die einer ältlichen Dame, die nach gebührender Prüfung ihr von ihrer Tante und Margrave zugewieſen worden. Die Welt war ihr neu, denn nach dem engen Kreiſe des klöſterlichen Inſtituts, in welchem ſie ihre Erziehung genoſſen, hatte ſie ſich nur in dem kleinen Zirkel des Faubourg St. Germain, zu wel⸗ chem die Bekanntſchaften ihrer Tante gehörten, umgetrieben, während ſie jetzt in London als die einzige Erbin des Squtre Arden von Arden ihre Stellung ausfüllen ſollte.— Unter ſolchen Umſtänden war es allein Horace Margrave— ſie hatte denſelben zum erſtenmal in ihrer glück⸗ lichen Heimat, unter den ſchottiſchen Bergen, kennen gelernt, wo er als junger Mann während einer Jagdſaiſon ſich der Gaſtfreundſchaft ihres Vaters erfreute, und ihn auch hin und wider bei ihrer Tante in Paris geſehen, wo er ihr alle die zarte Freundſchaft und liebevolle Aufmerk⸗ ſamkeit eines älteren Bruders erwieſen— ich ſage, unter ſolchen Um⸗ ſtänden war es allein und ausſchließlich Horace Margrave, an den ſie ſich um Rath und Weiſung wenden konnte. Sie unterwarf ſich ſo ganz ſeinem Einfluß, als wäre es wirklich der Vater und Beſchützer geweſen, deſſen Stelle er geſetzlich vertrat.
Ihre Wangen glühten, als der Wagen unter dem Fenſter anhielt. „Jetzt werden Sie meinen unvergleichlichen Zukünftigen ſehen, Frau Mor⸗


