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Von E. Dom. Brand. 7
den,“ unterbrach ihn das Mädchen ungeduldig.„Schrecklich vollkommene Geſchöpfe mit hellem Haar und rothen Backen, gekleidet in Pfeffer und Salz und doppelbeſohlte Stiefel. Ich verabſcheue ſie.“—„Lenor! Meine liebe Lenor! Das Leben iſt weder ein Luſtſpiel, noch ein dreibändiger Roman, und verlaſſen Sie ſich darauf, das Glück einer Frau hängt ſehr wenig von der Farbe des Haars ab, das ihr Mann hat, oder von dem Schnitt des Rockes, den er trägt. Im Fall er Sie vernachläßigt, werden Sie ſich in Ihrer Verlaſſenheit glücklicher fühlen, wenn Sie ſich ſeiner wallenden dunkeln Locken erinnern, die vielleicht in demſelben Augenblick auf das grüne Tuch eines Spieltiſches in der St. James⸗Straße nieder⸗ fallen? Wenn er Ihnen das Herz mit den Folterqualen der Eiferſucht erfüllt, wird Sie die Erinnerung an ſein funkelndes braunes Auge tröſten, deren Blick nicht mehr dem Ihrigen entgegen kommt? Nein, nein, Lenor, entſchlagen Sie ſich der nur für Penſionatsfräulein paſſenden Anſichten, von Byroniſchen Helden mit herausgeſchlagenen Krägen und mangelhafter Moral. Heirathen Sie Henry Dalton; er iſt wacker, ehrenhaft, ver⸗ ſtändig, und Sie werden ihn bald ſchätzen lernen. Die Achtung aber iſt die ſicherſte Grundlage der Liebe, und glauben Sie mir, ſo ſeltſam es auch klingen mag, er wird um ſo tiefer in Ihrem Herzen wurzeln, wenn Sie ihn nicht allzuſehr lieben.“—„Nun ja, wenn Sie ſo wollen, mein lieber Vormund,“ verſetzte Lenor.„Es bleibt alſo bei Henry Dalton und dem Vermögen. Ich würde ſehr unrecht handeln, wenn ich Ihrem trefflichen, verſtändigen Rath nicht folgen wollte.“ Sie ſucht dies in einem ebenſo gleichgültigen Ton zu ſagen, thut es aber mit einem ſo höh⸗ niſchen Nachdruck, daß ſich gegen ihren Willen ihre Aufregung darin verräth.
„Wenn wir um ſechs ſpeiſen ſollen—“ nahm nun die vor dem Kamin ſitzende verblichene Dame das Wort, welche alle drei Minuten von ihrem Zeitungsblatt weg herüber geſchielt hatte in der hoffnungsloſen Erwar⸗ tung, das Geſpräch werde einmal ein Ende nehmen.—„So müſſen wir jetzt aufbrechen,“ ergänzte Lenor.„Sie haben Recht, meine liebe Frau Morriſon, ich bin ſehr rückſichtslos gegen Sie geweſen. Ich bitte, ver⸗ zeihen Sie mir. Sie müſſen bedenken,“ fügte ſie bei, indem ſie ihren Blick nicht auf Frau Morriſon, ſondern auf Margrave heftete, der jetzt aufgeſtanden war und in anmuthiger, nachläßiger Haltung ſich auf den Kaminmantel lehnte,„daß vielleicht das Glück eines Lebens von der Unterhaltung des heutigen Tages abhing. Ich habe meine Entſcheidung


