it der nnen, Gis⸗ ppler ur ſo neinte gends, arauf, Amt⸗ Umge⸗ efluſſe. heraus n, daß nd ſie „daß erließ. , dem Platze ung in ſchritt
Geſell⸗ es nur rifft es icklung in ſol⸗ daß ſich nd dieſe
Männer le Lage
vorher/ dern den
Demzu⸗ ierſtube uf iin n Nuh⸗
Von Ernſt Fritze. 87
richten unbeachtet geblieben ſein würde. Hier iſt der Punkt, wo man geneigt iſt mehr dem Verhängniſſe, als dem Zufalle zuzuſchreiben, was ſich danach entwickelte. Flüchtig und erfolglos wäre dieſe Begegnung verlaufen— die beiden jungen Männer hätten nie Kenntniß von der Geſellſchaft erlangt, in der ſte ſich befunden, während ſie ihren Krug Bier geleert und die Zeitungsnachricht geleſen— dieſes Zuſammentreffen würde wie ein Tropfen Waſſer im Meere erſcheinen, wenn die Vorſehung dasſelbe nicht zu einer Lawine beſtimmt gehabt hätte, die vom Ungefähr gebildet, im unaufhaltſamen Sturze Gute und Böſe vernichten konnte.
Der Graubärtige verließ ſinnender die Bierſtube, wohin ihn Lange⸗ weile und Durſt getrieben. Herr Wappler und der cher Baron wan⸗ delten ſchweigend und tiefnachdenklich durch die Straßen dahin, als ſie das Lokal verlaſſen hatten.— Der ſtille, beſcheidene Mann, der ſich des weit verbreiteten, ächt deutſchen Namens Müller erfreute, lächelte ſtill vergnügt vor ſich hin, indem er aus dem hellerleuchteten Gaſtzimmer in die Dämmerung des Märzabends trat und dann wartend ſtehen blieb, bis der Graubärtige an ihm vorüberging.— Und Juſtus Hagedorn? Ihm leuchtete ein Glück aus den ſonſt ruhigen Augen, das mehr als alle Worte ein Geſtändniß der Gefühle abgab, welche beim Leſen der beſagten Zeitungsannonce in ſeinem Innern aufgeflammt waren. Er drückte ſeinem Freunde beim Abſchiede die Hand wärmer als ſonſt. Das war ſein Dank für den Freundſchaftsdienſt des luſtigen Referendar, der ihm mit Neckerei den Himmel eröffnet hatte. 8
Zweites Kapitel. In Gisfelde.
In einem entlegenen Theile Preußens lebte ein Mann, der ſich noch im Jahre 1860 nichts von dem träumen ließ, was man kurzweg mit dem Worte Zeitfortſchritt bezeichnen kann. Er hatte nicht Zeit ſich um die Weltereigniſſe zu bekümmern und er hatte keine Luſt ſeine alten Gewohn⸗ heiten aufzugeben. In den Begriffen„Zeit und Luſt“ liegen aber die Grundelemente des Fortſchrittes, der ſeinen ſicherſten Hemmſchuh alſo natürlicherweiſe im Phlegma der Unluſt findet. Dieſer Mann wohnte ſeit ſeiner Kindheit in Gisfelde, hieß Georg Alexander Gerold und wurde vom Volke Herr Amtmann titulirt, obwohl er der Beſitzer des hübſchen Rittergutes Gisfelde war. Gisfelde gehörte zu den einträglich⸗ ſten Gütern in der ganzen Gegend und man pflegte bei Mißernten zu


