aß es vier ſe zu Man ürde, tt des denen Rathe Pro⸗ reicht, ver⸗
anzu⸗
Die Arſenikeſſer.
Von Ernſt Freiherrn von Bibra.
„Der liebe Gott hat verſchiedene Koſtgänger,“ ſo lautet ein altes Sprichwort, und deſſen Bedeutung iſt ohne Zweifel die, daß die Narr⸗ und Tollheiten, deren unſere Mitbürger und Mitbürgerinnen, ſo wie wir ſelbſt uns erfreuen, eine angenehme Abwechslung bieten und dieſelbe rei⸗ zende Manchfaltigkeit wahrnehmen laſſen, mit welcher die gütige Mutter Natur die ganze Schöpfung zu reichlich ausgeſtattet hat.
Es gibt Narren, welche demüthig wie eine Schlingpflanze auf dem Boden kriechen, während andere ſtolz, gleich der königlichen Araukaria, alles um ſich her zu überragen ſuchen, und wenn einige wenige dem be⸗ ſcheidenen Veilchen ähnlich ihre Thoren⸗Blüthezeit im Verborgenen ab⸗ halten, ſo haben wir dafür viele tauſend andere, welche dieſe Blüthe mit den grellen Farben der Klatſchroſe offen und ungeſcheut zu Tage tragen.
Aber auch buchſtäblich hat jenes Sprichwort ſeine Richtigkeit.— Neben den guten Sachen, welche alle Welt mit Wohlbehagen genießt, ißt man halb verweſtes Robbenfleiſch, mit Syrup gekochte Grütze, See⸗ hundfett, und es gibt ſelbſt Menſchen, welche Maikäfer, Spinnen, Palm⸗ würmer, und endlich Schöpſenfleiſch mit jenem übelriechenden Wurzel⸗ werke verzehren, welches man„weiße Rüben“ nennt.
Nach dieſen lehrreichen Betrachtungen wird es uns weniger auf⸗ fallen, wenn wir hören, daß es auch Leute gibt, welche Arſenik eſſen, Arſenik, den Giftkönig, der, trotzdem daß alle Welt ihn fürchtet, ſich dennoch einer grauenhaften Popularität erfreut, indem die überwiegende Anzahl aller Giftmorde mit demſelben ausgeführt werden, und welcher an der angenehm duftenden Blauſäure, in dieſer Beziehung wenigſtens, nur


