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Kurze Mittheilungen.
44 Das zweite Geſicht.
Ein verehrter alter Freund und Leſer unſerer Hausblätter theilte uns vor einiger Zeit folgende wunderbare Begebenheit mit. Wir laſſen ihn ſelber erzählen.
Als im Jahre 1813 der Freiheitskrieg ausbrach, war ich Auscultator beim Gericht in X., trat als freiwilliger Jäger bei einem Huſaren⸗ regiment ein, und im April marſchirten wir von Berlin auf Dresden.— Die damaligen freiwilligen Jäger, zumal bei der Cavallerie, waren mei⸗ ſtens gebildete, durchgängig aber fidele und flotte junge Leute, die trotz ihrer Kampfbegier doch auch dem luſtigen Leben ſein Recht gönnten und wo ihnen ein Genuß geboten wurde, demſelben nicht entſagten.
In einem kleinen ſächſiſchen Städtchen einquartiert, begaben wir uns, nachdem wir unſere Pferde beſorgt, in ziemlicher Anzahl auf den„Raths⸗ keller“, fanden dort eine Geſellſchaft von Beamten und Bürgern, die uns auf das zuvorkommendſte empfingen, und verkehrten mit ihnen bei einem Glaſe Wein bald ſo heiter wie möglich. Das Geſpräch drehte ſich natür⸗ lich um den bevorſtehenden Kampf, und ich, der ich auf der Univerſität Senior einer Landsmannſchaft und als guter Schläger bekannt geweſen, trotzdem aber bei mehr als einem Duell etwas abbekommen, äußerte da⸗ bei gelegentlich:„ich bin überzeugt, daß ich in eim der erſten Schlachten bleibe, denn ich bin ein Pechvogel. Aber das thut nichts. Ein paar Franzoſen nehme ich wenigſtens mit.“
Der Kämmerer der Stadt ſaß neben mir und flüſterte mir nach
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