Von Hermann Emmerich. 477
meine Sklaven. Ich fühlte mich als Herr und Gebieter des Weltalls. Für
nſterniß, mich gab es weder Maß noch Zeit. Alle dieſe Erſcheinungen drängten ſich die aus im Verlauf von nur etwa fünf Minuten; mir aber ſchien es, als zöge ich endlichen Jahrhunderte lang unter den Myriaden von Regenbogen hin, welche ſich über mir wölbten; ich ſchwamm für und für in meinem Bade von Aether derr und und Duft, ich ſah grünen Raſen und Blumenbeete ohne Ende, aber keinen mit mir Quell oder Springbrunnen. Die Menſchen kamen von den Hügeln herab, lle meine hielten Geißblattzweige in den Händen und baten mich um Trinkwaſſer. abei ein Ich zerriß die Zweige, ſteckte ſie in die Erde und flugs wuchſen ſie empor zu umgeben, Marmorſäulen, die ein Marmorbecken umgaben, in welchem Honig floß. tneinen„Bei all dem wußte ich doch ſehr wohl, daß ich mich im Karawanſerei keen mich Antonio zu Damaskus befand, Haſchiſch genommen hatte und daß alles, Pötzlich was ich ſah, die Wirkung dieſes Hanfextractes war. Ich verlor das Gemach, gt. Die in welchem wir uns befanden, nicht eine Minute aus den Augen; beide
Empfindungen hatte ich gleich lebhaft und ſo zu ſagen greifbar. Ich war vollſtändig unter der Herrſchaft dieſer Verzückung und wußte dabei voll⸗ kommen genau, wodurch ich ſie hervorgerufen hatte; die pſychiſche Wirkung war eine gedoppelte, ich hatte gleichſam zwei verſchiedene Zellen in meinem Hirn, ich war zwiefach und zweierlei, etwa wie eine Sphinx, Menſch und
und die ütypfeiler
ben und eidefeder dde nicht
1 Das Thier, und mir ſelber ein Räthſel.
⸗„Die Wirkung des Hanfes wurde ſtärker, jede Erſcheinung grotesker, aber allmälig auch weniger angenehm; mein ganzes Nervenſyſtem ſpannte ſich ſehr empfindlich an. Ich ſah mich plötzlich als eine unförmliche Maſſe von Gallert, die ein Paſtetenbäcker in eine Mühle warf; ich gab mir alle Mühe, in dieſe Mühle hineingezwängt zu werden, aber der eine Fuß wollte
in einem
rſchwim⸗
die Ge⸗
edars, 1.—.—.. vſme platterdings nicht hinein. Ich war von meinem Sitz aufgeſprungen und delſteinen 2. 6 mir dir Fhrenen übe dlj wand mich wie ein Wurm, während ich lachte, daß mir die Thränen über
d mein.. ce. k zn ein Irgüca und! die Wangen herabſtrömten. Aber jede Thräne verwandelte ſich in ein großes
vll war) b„ 6, F.Her De de;H ſe eine el Waizenbrod, und bald lagen hunderte ſolcher Brode vor dem Hauſe eines
nd hött Bäckers in Damaskus, der kaum noch darüber hinausſehen konnte. Der i. Aus Mann wird erſticken, ſagte ich zu mir ſelbſt, aber es iſt nicht meine Schuld. er Tone⸗ 4. Weßhalb gibt er nicht das Brod den Armen, deren Thränen ſich nicht in nd Arin⸗ Semmeln verwandeln?
Rubm„Meine Verwirrung wurde immer ärger, Vernunft und klares Be⸗ ſcln wußtſein, wenn von beiden überhaupt die Rede ſein konnte, ſtarben mehr dumphes und mehr hin, und mir blieb nur eine grenzenloſe Angſt über das leicht⸗ iſten des
leſanmt


