Aeußerungen über Schiller in den Jahren 1782— 1788. Mitgetheilt
von
Arnold Schloenbach.
III. iez k h.
1.
Aus Mannheim, 1784, Januar. Nachdem Herr Schiller die Verſchwörung des Fiesko zu Genua für die hieſige Bühne neu bearbeitet hatte, ſo ward dieſes große Trauerſpiel am 18. Januar d. J. zum erſtenmal gegeben. Der Verfaſſer hatte bei dieſer Gelegenheit eine Er⸗ innerung an das Publikum neben den Anſchlagszettel drucken laſſen, die allerdings in Ihrer Zeitung aufbehalten zu werden verdient.
Die Beſetzung der Rollen in Fiesko war folgende:
Fiesko— Herr Boeck. Andreas Doria— Herr Pöſchel. Gia⸗ nettino Doria— Herr Engel. Verrina Herr Ifland. Bourgognino — Herr Beck. Kalkagno— Herr Renſchüb. Sakko— Herr Gern. Graf Lomellino— Herr Toſcani. Mulei Haſſan— Herr Beil. Romano— Herr Frank. Ein Deutſcher der Herzoglichen Leib⸗
wache— Herr Brand. Leonore— Mad. Beck. Julia— Mad. Renſchüb. Bertha— Demoiſ. Baumann. Laura— Demoiſ. Jacquemin. Roſa— Mad. Nicola. Arabella— Mad. Wal⸗ lenſtein.
Bekannt iſt das unermüdete Beſtreben unſerer Herren Boeck, Ifland, Beil, Beck und anderer, große wichtige Vorſtellungen groß aufzuführen. Aber durch die ganze beinahe vierſtündige Länge des Stucks mit einer Kraft,


