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Von Ernſt Willkomm. 37 ume, um Simon vom Moor, den Mann, welcher ganz allein im Beſitze einer onihel Windbüchſe war, zu verhaften. voll Beim Paſtorat angekommen, ſchickte er ſeine Begleiter voraus und Jlut befahl ihnen, den verdächtigen Mann abzuholen; er werde ihre Rückkunft
mit Simon bei dem Paſtor erwarten. Der Nebel war inzwiſchen verflogen Ibtete und die ſchmale Sichel des ſich wieder fuͤllenden Mondes brach durch die alti rollenden Dünſte. Von dem Pfarrhauſe aus konnte man den wüſten Kirch⸗ hof mit ſeinen verwitterten, ſchief ſtehenden Kreuzen überſehen. Die Kreuze n hi und einzelne Leichenſteine warfen kurze Schatten über den dürren Boden. Paſtor Braun hatte ſchon Kunde von dem Vorgefallenen, er ahnte aber nicht, daß der Verdacht der Frevelthat auf Simon Habermann ruhe. Als Gonthal ihm dieſe Mittheilung machte, erſchrack er auf's Heftigſte. Eveline, die, wo möglich, noch mehr beſtürzt war und zu dem greiſen atha Manne mit faſt abgöttiſcher Ehrfurcht aufblickte, beſtritt die ihn erniedri⸗ Bäiſ gende Vermuthung leidenſchaftlich, und ging ſo weit, dem Gerichtsdirektor veiner⸗ heftige Vorwürfe zu machen. zunter„Kind,“ ſagte beruhigend ihr Vater,„es wird ſich ja alsbald auf⸗ hren 2 klären, ob Simon ſchuldig iſt oder nicht. Mein Herz ſpricht ihn frei von vehr, dieſer That, aber ich kann mich irren. Soweit ich den Charakter dieſes ade an ſeltenen Menſchen bisher zu erforſchen vermochte, halte ich ihn eines Ver⸗ „hoch brechens nicht fähig. Dagegen bin ich aber überzeugt, daß er das Seinige öügen: dazu beitragen wird, den Thäter ermitteln zu helfen.“—„Glauben Sie, welcher daß Simon, vorausgeſetzt, er ſelbſt iſt unſchuldig, den wirklich Schuldigen nt iſt. kennt?“—„Sie wiſſen, Herr Gerichtsdirektor,“ erwiderte Paſtor Braun, dus das„daß ſich eine Menge ſeltener Naturgaben in dieſem Manne vereinigen. Wer geugt. genau angeben kann, weſſen Hand der Tod berühren wird, wo ein bewohn⸗ ſpreche tes Haus die Flamme verzehren ſoll, dem kann es doch wohl nicht ſchwer dinder⸗ fallen, die Spuren eines Miſſethäters zu entdecken?“ mörder Gonthal ging nachdenklich auf und nieder. Manchmal nur trat er zu Wollen Eveline, flüſterte mit ihr und bat ſie in zärtlichem Tone um Verzeihung.— Anſicht„Ich zürne nicht, kann überhaupt nicht zürnen,“ erwiderte das junge Mäd⸗ 6 Kom⸗ chen,„aber ich wüͤnſche, daß Sie mir einen Gefallen thun. Wollen Sie?“ eline zu—„Ihr Wille iſt mir Befehl, wenn er ſich mit meiner Pflicht und meinem er. Sit Gewiſſen verträgt.“—„Ueberlaſſen Sie den Mann, dem ich mein Leben laſſen. verdanke, das Ihnen, wie Sie mich oft verſicherten, theuer iſt, nicht Ihren nach der herzloſen Dienern,“ ſagte unter Thränen lächelnd Eveline.„Solche Men⸗ jene In⸗ ſchen ſind ſelten zart und theilnehmend. Ihr Beruf erfordert, daß ſie eine
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