Jahrgang 
4 (1859)
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Von Ernſt Willkomm. 35 t rifRaſch vorwärts! befahl Gonthal den Gerichtsdienern.Im Namen des nit Geſetzes, ergreift einige der Ruheſtörer! ßhofeZurück, ihr Schufte! ſchrie abermals der Regimentschirurgus.Zu⸗ anten. rück oder ich brauche Gewalt! Wildes Geſchrei und heftigere Schläge an gegen. die Thür antworteten dem Drohenden. Da zuckte ein rother Blitz durch den ſagte Nebel und ein Schuß verhallte über der Heide.Himmel, er feuert unter ßhalb die Lärmenden! rief Herr von Moosburg.Das iſt Wahnſinn, das kann iſtüm, ihm das Leben koſten.Auseinander da! Im Namen des Herrn von n ſei⸗ Moosburg! rief Gonthal dem Haufen zu, der nur noch wenige Schritte mich von ihnen entfernt war. Ein zweiter Schuß fiel aus dem Fenſter, dieſem arauf folgte ein dumpfes, von Ziſchen begleitetes Geräuſch und der Aufſchrei eines d den Menſchen.Das war eine Windbuͤchſe! ſprach Adalbert.Irgend rdas jemand iſt verwundet worden. dorte, Die raſch hinter einander fallenden Schüſſe machten die tumultuirende figſten Menge doch ſtutzig. Viele mochten auch die befehlshaberiſche Stimme des igend. Gerichtsdirektors gehört haben und dadurch zu der Einſicht gekommen ſein, Ifrei⸗ daß bei fernerem Verweilen wenig Ehre zu holen ſei. Vom Nebel begün⸗ nders ſtigt, zogen ſich daher eine Menge eiligſt zurück, während Andere den ſchnell mmen zuſpringenden Gerichtsdienern in die Hände fielen.

Gonthal und Adalbert kümmerten ſich nicht um dieſe Ergriffenen. dem Beiden war es vor allem darum zu thun, zu erfahren, ob jemand durch und einen der abgefeuerten Schüſſe verwundet worden ſein möge. Sie drangen man gerade auf Borſtendorns Behauſung zu, die ſie bereits von jedem Angrei⸗ rſette fenden verlaſſen fanden. Dem heftigen Andrängen der Menge hatte die Thür aber nachgegeben. Sie war dem Zuſammenbrechen nahe und ließ ſich jetzt ohne

llaret große Mühe öffnen.

Herr Regimentschirurgus, rief Gonthal.Sie ſind von Ihren burg Drängern befreit und haben nichts mehr zu befürchten. Man hat einige der Buth Tumultuanten ergriffen. Die Gravirteſten ſollen der wohl verdienten Strafe

eiend

undll nicht entgehen! Auf dieſe Anrede erfolgte keine Antwort. Ueber die in das

dder obere Geſtock führende Treppe herab ſchimmerte der trübe Schein eines Lich⸗

lbett tes. Adalbert glaubte ängſtliches Stöhnen zu hören.War das oben

oder kam es von Außen? fragte Gonthal.Laſſen Sie uns hinauf⸗

unter ſteigen, verſetzte Herr von Moosburg.Borſtendorn glaubt wohl noch en nicht recht an ſeine Befreiung.

beae Beide Herren erſtiegen ſchnell die niedrige Treppe. Auf dem Vorplatze

19 ſtand ein in den Leuchter herabgebranntes Licht, das ſtark ſchwehlte. Beim tigen. 3*