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ſon Blom⸗
Von einem alten Militair. 477
berg, während die Brigade Baltin zur Deckung des dritten entſandt wurde. Aber der Feind hatte auch Verſtärkungen erhalten, die Diviſton Failly war eingetroffen und eine Artilleriemaſſe, angeblich von 42 Kanonen, unter dem General Soleille, verwickelte die Oeſterreicher, welche durchbrechen wollten, wo zwiſchen dem vierten und zweiten Korps die Verbindung locker war, in einen Geſchützkampf. Nochmals um drei Uhr wurde auf Befehl des Kaiſers, nachdem auch die Brigade Greſchke des elften in das Gefecht gerückt war, ein heftiger Angriff unternommen, die beiden letzten Reſerve⸗Batterien unter dem Schutze zweier Bataillone und zweier Diviſionen Cavallerie(4 Escadr.) leiteten denſelben ein. Aber er hatte keinen nachhaltigen Erfolg, weil die Mitwirkung der Cavallerie des Grafen Zedtwitz, auf deren Eintreffen immer noch gehofft wurde, ebenſo ausblieb, als die der Diviſton Jellacic aus Man⸗ tua, welche durch Nachrichten von vorrückenden feindlichen Kolonnen am Po feſtgehalten wurde. Freilich hatte dies den Vortheil, daß dadurch auch das dritte franzöſiſche Korps, Canrobert, welches, wie oben geſagt, die aus Mantua kommenden Truppen beobachten ſollte, lange verhindert wurde, Niel die Unterſtützung zu gewähren, um die er bat. Louis Napoleon hat mit ſeinem Marſchall deßhalb eine heftige Scene gehabt. Endlich aber ſandte Canrobert doch ſeine Diviſionen Renault und Trochu gegen Rebecco, und dieſe friſchen Truppen lähmten den Erfolg des öſterreichiſchen letzten An⸗ griffs. Der Kampf auf dem linken Flugel blieb daher unentſchieden, die erſte Armee behauptete ſich aber bei Guidizzolo, während im Centrum auch Cavriana ſchon gefallen war. Das Gewitter machte hier dem Kampfe ein Ende und der Rückzug, als er befohlen, wurde unter perſönlicher Leitung des Feldmarſchall⸗Lieutenans Veigl von den beiden letzten unberührten Ba⸗ taillonen Erzherzog Joſeph und dem zehnten Jäger⸗Bataillon, rühmlich bekannt aus Radetzky's Zeit, gedeckt. Guidizzolo aber blieb beſetzt bis zehn Uhr Abends und wurde erſt verlaſſen, nachdem alle Batterien in Sicherheit und alle Verwundeten fortgeführt waren.
Nun zu dem Entſcheidungskampfe im Centrum. Das erſte franzöſiſche Korps, Baraguay d'Hilliers, ging, wie befohlen, auf Solferino vor, das zweite, Mae Mahon, dehnte ſich rechts aus, um die Verbindung mit dem vierten, das auf Medole zog, nicht ganz zu verlieren. Die Garde mußte alſo zwiſchen das erſte und zweite Korps einrücken; ihre Cavallerie und die beiden ſchon erwähnten Cavallerie⸗Diviſionen Desvaux und Partonneaur füllten die Lücke zwiſchen dieſem und dem vierten Korps aus. Um 5 Uhr


